Saisonfinale mit Ravel und Lutoslawski

Mit Ravel und Lutoslawski verabschieden sich die Philharmonischen Konzerte am Mittwoch und Donnerstag, 24. und 25. Juni, um 20 Uhr im Theater am Marientor in die Sommerpause. Die Leitung des Doppelabends, den ursprünglich Michael Boder und dann Marc Soustrot dirigieren sollten, übernimmt der Komponist, Pianist, Sänger und Dirigent Ville Matvejeff, dessen Werk „Ad Astra“ beim 7. Philharmonischen Konzert aufgeführt wurde.

Er dirigiert zwei Meisterpartituren des Franzosen Maurice Ravel: Das 1931 vollendete Klavierkonzert in G, das als Musterbeispiel des Neoklassizismus gilt. 20 Jahre zuvor sah Ravels musikalischer Kosmos noch ganz anders aus: Das beweisen die zart kolorierten Tonbilder seiner Märchensuite „Ma mère l’oye“ („Mutter Gans“). Solist ist der israelische Pianist Boris Giltburg, nach dem Urteil des BBC Music Magazine „einer der aufregendsten jungen Pianisten unserer Zeit“. 2011 debütierte er beim Klavier-Festival Ruhr.

Der Abend endet mit einem der letzten großen Bravourstücke der klassischen Moderne: Witold Lutosławskis „Konzert für Orchester“, 1954 vollendet, ist ein furios lodernder Hexenkessel, in dessen Zentrum freilich die pure Magie des altpolnischen Kirchengesangs leuchtet.