„Säule-Jazz“ mit Festival „Frauenstimmen“

Mit elf Konzerten und dem kleinen Festival „Frauenstimmen“ hat Eckard Pressler fürs erste Halbjahr 2015 ein umfangreiches Programm in der Reihe „Säule-Jazz“ in der „Säule“ am Dellplatz auf die Beine gestellt. Es beginnt am Montag, 12. Januar, um 20 Uhr mit dem Duo Kai Schumacher – Yana Gottheil. Der Pianist und die Geigerin kommen von der Klassik. Sie spielen Werke von Kreisler, Sarasate, Ravel, Gershwin, Piazzolla, Schnyder sowie eigenen Bearbeitungen von Rocksongs der 1990er Jahre. Romantische Virtuosität trifft auf osteuropäische Folklore, Blues auf französischen Impressionismus, Tango de Buenos Aires auf Broadway.

Kai Schumacher, klassischer Pianist und Gast-Dozent an der Folkwang Universität für Künste, fand große mit der Einspielung des Klavierzyklus „The people united will never be defeated“ des US-Komponisten Frederic Rzewski. Er wurde als „pianistische Sensation“ beschrieben. Auch weil sein Blick auf die klassische Musik schon mal aus der Sicht des Punk erfolgt.

Yana Gottheil begann ihre musikalische Ausbildung in Bulgarien. Als Absolventin der National Music Academy in Sofia wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und machte Konzertreisen als Solistin nach Rumänien, Griechenland und Deutschland. In Österreich arbeitete sie mit den Wiener Philharmonikern und scheute auch das deutsche Fernsehen in einem Auftritt mit Joe Cocker nicht. In der Kammermusik-Klasse von Prof. Andreas Reiner an der Essener Folkwang-Uni absolvierte sie schließlich ihr Diplom mit Auszeichnung. Eintritt frei, der Hut geht rum.

Das zweite Januar-Konzert bestreitet am 24. das Trio Transaesthetics mit Kazim Calisgan, Fetih Ak und Jens Pollheide.

Das Festival „Frauenstimmen“ läuft anlässlich des Internationalen Frauentags vom 6. bis 8. März. Mit Konzerten vertreten sind auch Simone Helle und Anja Lerch, die zudem einen Gesangsworkshop „women only“ gibt.

Alle Konzerte beginnen um 20 Uhr mit Ausnahme während des Festivals „Frauenstimmen“.