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Ruhe und Frieden unter Bäumen

09.10.2007 | 00:00 Uhr
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ALLERHEILIGEN. Im Hinblick auf den Totengedenktag stellten die Wirtschaftsbetriebe verschiedene Bestattungsarten vor.

Friedhöfe werden nicht nur als Grabstätten, sondern auch als Erholungsstätten genutzt. "Der Tod und die Trauer sind immer Themen, die nicht gerne angesprochen werden", sagte Stadtdirektor Peter Greulich, "dennoch gehören sie zum Leben." Gerade der Waldfriedhof in Wanheimerort wird mit seiner 68 Hektar großen Grundfläche gerne von Spaziergängern aufgesucht. Im Rahmen des Feiertages am 1. November stellten die Wirtschaftsbetriebe (WBD) noch einmal den Waldfriedhof und die verschiedenen Bestattungsmöglichkeiten vor.

Alternative zu anonymen Gräbern

"Seit 2004 bieten wir die Baumwahlgrabstätte an", so Reinhold Adrian von den Wirtschaftsbetrieben. Dabei werden die Verstorbenen eingeäschert und die Urne anschließend an einem Baum begraben. "An jedem Baum befinden sich acht Urnengräber." Die Angehörigen können dann selbst entscheiden, ob sie die Rasenfläche so belassen, oder ob sie einen Findling auf das Grab legen. Das seien zirka 30 Zentimeter große Steine oder Felsbrocken, die wahlweise den Namen, das Geburts- und Sterbedatum oder sonst eine Inschrift enthalten, die mit dem Toten in Verbindung steht. "Seit wir diese Bestattungsart anbieten, ist die Nachfrage nach anonymen Bestattungen zurückgegangen", weiß Adrian. Denn ähnlich wie bei der anonymen Bestattung, müssen sich die Angehörigen auch bei der Baumwahlgrabstätte nicht um die Pflege des Grabes kümmern. Dennoch haben sie einen Ort, zu dem sie gehen können, um des Verstorbenen zu gedenken. Für viele Menschen sei dies wichtig. Die Gebühren für die Baumwahlgräber betragen 2120 Euro.

Gräber mitten in der Natur

Mittlerweile gibt es auf dem Waldfriedhof drei Felder mit Baumwahlgrabstätten. Ein viertes ist in Planung. "Diese Grabstätten liegen wirklich inmitten der Natur", bemerkte Greulich erfreut. Denn um der großen Nachfrage gerecht zu werden, pflanzten die Wirtschaftsbetriebe noch einige neue Bäume.

In Duisburg besteht auch die Möglichkeit einer muslimischen Bestattung. "Dabei sind die Gräber nach Osten ausgerichtet und die Toten werden nicht in einen Sarg gelegt, sondern in ein Tuch eingewickelt und begraben", erklärte Adrian. Hier belaufen sich die Kosten auf 1220 Euro.

Ein bislang kleines Rasenstück des Waldfriedhofes gehört den Steinmetzen. Fast wie eine kleine Ausstellung wirken die verschiedenen Urnenstelen, die dort stehen. "Auch hier sind Urnengräber geplant", sagte Adrian.

Die so genannte Sargrasenbestattung wird seit 2005 angeboten. Auch hier brauchen sich die Angehörigen nicht um die Pflege des Grabes zu kümmern, haben aber, ebenso wie bei den Baumwahlgräbern, einen Anlaufpunkt. (ker) Zu einem Tag der offenen Tür mit Besichtigung des Krematoriums laden die WBD am Sonntag, 25. November.Die dritte Auflage der Friedhofsgebührenstudie, die im Oktober letzten Jahres veröffentlicht wurde, wies erhebliche Unterschiede bei den Gebühren auf. So kostete ein Wahlgrab mit allem was dazugehört in Oberhausen knapp 4000 Euro, in Mülheim 3000 Euro, in Essen, Bochum und Duisburg rund 2500 Euro. Auch die Einäscherungen in den Niederlanden sollen günstiger sein als in Deutschland. Volker Lange von den Wirtschaftsbetrieben konnte dies allerdings nicht bestätigen.

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