Roman erzählt von Leas Weg zur Heldin

Sabine Raml: Heldentage, Heyne, 14,99 Euro

Wie oft hat sich Lea einen Superhelden gewünscht, der ihr die geliebten Pommes bringt oder alle ihre Probleme löst. Sie ist fast 16, bekommt von der jugendlichen Leichtigkeit aber kaum etwas zu spüren. Im Gegenteil: Ein ganzer Berg Probleme droht sie zu begraben. Der Vater, der die Familie verlassen hat, die Mutter, die seither mit sich selbst kämpft, und dann noch ihr erster Freund Lenny, der sie einfach sitzen lässt. Lichtblicke sind das Schreiben und ihre beste Freundin Pola. Pola zeigt Lea, dass es auch noch andere Seiten des Lebens gibt, und die beiden entfliehen gemeinsam dem Alltag.

Lea will endlich selbst eine Heldin sein und wartet sehnlichst auf ihren 18. Geburtstag, um endlich frei sein zu können, aber bis dahin wird noch einiges passieren.

„Heldentage’’ ist ein außerordentlich authentisches Buch und sehr lebensnah. Sabine Raml hat in ihrem ersten Roman eine ruhige, aber eindringliche Geschichte zu Papier gebracht, in der man erlebt, dass jeder ein Held sein kann, dass es sich lohnt aufzustehen und seine Meinung zu sagen, aber auch, dass nicht von heute auf morgen alles gut wird, sondern alles seine Zeit braucht. Sabine Raml lebt in Berlin, wuchs aber im Ruhrgebiet auf einen Campingplatz auf.