Röttgersbach – Hier geht’s rund
12.11.2010 | 15:25 Uhr 2010-11-12T15:25:00+0100
Duisburg.In Röttgersbach geht’s richtig rund: So viele und vor allem so attraktiv gestaltetet Kreisverkehre hat wohl kein anderer Duisburger Stadtteil.
Sponsoren halfen, die Bürger profitieren vom Umbau der Kreuzungen: „Es ist wesentlich entspannter“, hat Burkhard Klein festgestellt, der mich durch „seinen“ Stadtteil führt.
Wir treffen uns – natürlich an einem Kreisverkehr, und zwar dem an der Ziegelhorst-/ Pollerbruchstraße – in der Mitte von Röttgersbach, ein echtes Zentrum hat der Stadtteil aber nicht. „Die Versorgung ist relativ gut, der Einzelhandel relativ gut vertreten“, verweist Klein auf die Geschäfte zur Linken und Rechten, auf Bäcker, Metzger, gut sortierten Supermarkt. Und auf das „Senftöpfchen“, Traditionsgaststätte in gediegenem Backstein und „kultureller Mittelpunkt Röttgersbachs“ mit Veranstaltungen von Kleinkunst bis Karneval.
Gediegene Wohngegend
Gutbürgerliche Backsteinbauten säumen auch unseren Weg über die Pollerbruchstraße zur Herrenwiese mit Bungalows aus den 50er und 60er Jahren. Klein: „Nicht unbedingt ein Arme-Leute-Viertel.“
Röttgersbach gehört zum Stadtbezirk Hamborn und hat nach amtlichen Angaben 12.018 Einwohner, davon sind 6332 weiblichen und 5686 männlichen Geschlechts. Der Ausländeranteil: 6,6 Prozent.
Röttgersbach ist als Stadtteil noch relativ jung. Entstanden ist er laut Internet-Lexikon Wikipedia 1975 aus dem östlichen Teil des Stadtteils Fahrn, dessen westlicher Teil heute zum Stadtbezirk Walsum gehört. Das Gebiet gehörte früher zum Stadtkreis Hamborn, der 1929 mit dem Stadtkreis Duisburg vereinigt wurde.
Namensgeber für diesen Stadtteil war der Röttgersbach. Dieser Bach, von Oberhausen-Holten kommend, mündete früher in den Elperbach, dieser wiederum bei Schwelgern in den Rhein. Heute gehört der Bach zum Emschersystem.
Wir gehen weiter in Richtung Revierpark, durch eine gediegene Wohngegend mit stattlichen Häusern und großen, gepflegten Grundstücken. Und mit Kleingärten ohne Zahl, die reichlich Platz haben auf der Trasse einer Überlandstromleitung.
An der Ecke Seelhorst-/ Ziegelhorststraße soll gebaut werden, wiederum auf großzügig bemessenen Grundstücken. Neubaugebiete gibt’s viele in Röttgersbach, ein deutlicher Hinweis auf attraktives Wohnlagen. „Man ist hier von überall schnell im Grünen“, sagt Klein und verweist auf den Mattlerbusch, auf den nahen Jubiläumshain, auf die grüne Grenze zu Oberhausen: „Erholungsgebiete haben wir genug.“
Keine Leerstände
Wir kommen zur Oberen Holtener Straße, „ein bisschen sozialen Wohnungsbau“ zeigt mir Klein und erinnert sich an die Bauzeit in den 60er Jahren: „Auf meinen Kommunionbildern wimmelt die Straße von Kränen.“ Die Mehrfamilienhäuser und ihr Umfeld wirken gepflegt. Leerstände? Fehlanzeige.
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An der Kirche St. Hildegard mit ihrem sternförmigen Dach, einem kirchlichen Kindergarten im Grünen und der von jungen Röttgersbachern geliebten Kindereinrichtung „Arche“ (www.arche-duisburg.de) vorbei gehen wir in ein ausgedehntes Neubaugebiet im Bereich Obere Holtener Straße und Bochumer Weg. Neue Reihenhäuser entstehen hier, ein weiteres Neubaugebiet liegt in Sichtweite. „Der Zuzug ist nach wie vor da“, weiß Klein. Aber es sei abzusehen, dass der Flächenvorrat bald erschöpft ist.
Über Anwohnerstraßen mit wenig Verkehr wie Im Heidelberger Winkel erkunden wir eine noch ziemlich junge Wohngegend, die mit ihrer Wegeführung wie ein Dorf wirkt. Scheinbar Wundersames markiert den Rand des Dorfes: ein meterhohes, einige hundert Meter langes Netz. Es soll niemanden hindern, Röttgersbach zu verlassen, sondern den Anwohnern Schutz bieten vor den kleinen weißen, harten und meist hart geschlagenen Bällen vom angrenzenden Golfplatz.
Bio-Landwirtschaft
Zwischen Röttgersbach und Oberhausen-Holten hat sich das Golfer-Paradies mit neun Löchern etabliert. Neun weitere waren geplant, wie es sich für eine ausgewachsene Anlage gehört – aber an Platz für eine Erweiterung ist kein Mangel.
Hier finden Sie die Serien der Lokalredaktionen in der Übersicht, zum Beispiel alle Stadtteilreports und alle Folgen von Duisburgs Top Ten.
„Es lebt sich nicht schlecht hier“, kommentiert Klein unseren Blick über das weite Grün und über den Golfplatz hinaus. Ein großer Bauernhof ist in der Ferne zu erkennen, Viehwirtschaft betreibt er vor der Kulisse Oberhausener Chemieindustrie. Ein kleinerer Hof hat sich der Bio-Landwirtschaft verschrieben.
Last mit dem Verkehr hat Röttgersbach nicht, aber zwei Autobahnen sind nah und schaffen gute Verbindungen. Das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs ist nicht schlechter als in anderen Stadtteilen. Was die Gastronomie vor Ort angeht, fällt die internationale Vielfalt vor allem mediterraner Küchen auf.

22:55
Und watt den Koloniejungen jetzt auch noch fehlt;
Schuetzenhaus Klapheck.Man watt wurden da anne Theke Schlachten geschlagen
Mitten Fahrrad sind wer vonne li Rheinseite uber de Baerler Bruecke dahingefahren,
Bei Klapheck ;(Da warn immer so tofte Maedchen )
Ja so ist wieder schon lange Stuecksken Tradition wech
Gruesse ausse Kolonie
Koloniejunge
11:59
,,An der Ecke Seelhorst-/ Ziegelhorststraße soll gebaut werden, wiederum auf großzügig bemessenen Grundstücken. Neubaugebiete gibt’s viele in Röttgersbach, ein deutlicher Hinweis auf attraktives Wohnlagen. „Man ist hier von überall schnell im Grünen“, sagt Klein. = Schade nur, das besagte Neubauten einen Teil des Viertels insofern ,,verschandeln werden, als das sie Freiraum - auch ein wichtiges Element in einer urbanen Umgebung (!) - nehmen und somit auch das vorhandene Grün an besagter Stelle deutlich reduzieren. Grundsätzlich sollte die Stadt nicht mit Baugenehmigungen nur so um sich schmeißen, sondern lieber Wohnbereiche umformen (z.B. häßliche Häuser abreißen und dort ein Neubaugebiet abweisen, anstatt grüne Freiräume zu dezimieren).
06:47
Ja was fehlt ist der alte CERCEK
Das war mal der Magnet
Bis bei uns inne Kolonie hatte der Kunden
(Unsere Kolonie ca 40 Autominuten entfernt )