Rheinhausen ist kein Einzelfall

Manch einen wird der Brand in Rheinhausen an den Fall vor wenigen Wochen in der niederländischen Stadt Roermond erinnert haben. Allerdings hatte der dortige Brand von zwei Bootshäusern im Jachthafen, der den krebserregenden Stoff freigesetzt hatte, noch weitaus größere Folgen: Die Rußpartikel mussten in einem Gebiet von rund 4,6 Quadratkilometern entfernt werden, Spezialfirmen haben für die Aufräumarbeiten vier Tage gebraucht. Die Innenstadt wurde dazu in der Vorweihnachtswoche per Notverordnung fast komplett abgeriegelt, das anliegende Outlet-Center dagegen hatte ganz normal geöffnet.

Auch in Roermond war das Asbest in den Dachplatten der alten Lagerhallen verbaut. Auch wenn der Werkstoff seit Jahren verboten ist, besteht keine generelle Pflicht zur Sanierung. Belastete Gebäudeteile müssen nur entfernt werden, wenn der baulichen Zustand dieses nach einem Gutachten erfordert.

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