Regelungen für die Urlaubsplanung

Pfingsten, der Brückentag nach Fronleichnam, die anstehenden Sommerferien: Die Urlaubsplanung in den Betrieben hat derzeit Hochsaison. Dabei gilt der Grundsatz: Der Arbeitnehmer darf den Zeitpunkt seines Urlaubs frei wählen. Ein „Aber“ gibt es trotzdem, wie Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, einschränkt: „Der Arbeitgeber darf einen Urlaubsantrag in Ausnahmefällen ablehnen.“ Das seien betriebliche Belange wie hoher Krankenstand, hohes Arbeitsaufkommen oder branchenübliche Hochphasen wie Hauptbuchungsphasen im Reisebüro.“ In der Regel, so der Arbeitsrechtsexperte, funktioniere die Urlaubsplanung; langfristig sprächen sich Kollegen untereinander ab und berücksichtigen dabei persönliche Belange wie Schulferien oder Urlaubszeiten der Ehepartner wie auch betriebliche Notwendigkeiten.

„Der gesetzliche Mindesturlaub pro Kalenderjahr beträgt 24 Werktage. Als solche gelten dabei die Tage von Montag bis Samstag“, erläutert Jonetzko. „Es gibt zwar einen Mindesturlaubsanspruch, aber kein Recht auf Selbstbeurlaubung.“ In vielen Unternehmen seien aber 30 Tage Usus – geregelt per Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag.