Rechtsextreme im Duisburger Rat verlieren Fraktionsstatus

Die Republikaner im Duisburger Rat haben künftig keinen Fraktionsstatus mehr und bekommen dadurch weniger Geld.
Die Republikaner im Duisburger Rat haben künftig keinen Fraktionsstatus mehr und bekommen dadurch weniger Geld.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Um Fraktionsstatus zu bekommen, braucht es mindestens drei Ratsmandate, doch ein ehemaliges Pro-NRW-Mitglied in Duisburg will lieber parteilos bleiben.

Duisburg.. Die rechtsextremen Kräfte im Stadtrat zerlegen sich weiter. Am Mittwoch wurde bekannt, dass sich der Ratsherr Wolfgang Bißling gegen eine Mitarbeit in der Fraktion der Republikaner entschieden hat und sein Mandat nun als parteiloses Ratsmitglied wahrnehmen will.

Bißling war für die Partei Pro NRW nach der letzten Kommunalwahl in den Rat eingezogen. Ende März hatten sich die Pro NRW-Ratsvertreter entschlossen, künftig als Republikaner-Fraktion aufzutreten. Bißling war allerdings nicht der Partei der Republikaner beigetreten. Dass er nun der Rep-Fraktion den Rücken gekehrt hat, hat Folgen – vor allem finanzieller Art.

2004 bis 2009 im Duisburger Rat vertreten

Denn der Fraktionsstatus ist an eine bestimmte Fraktionsstärke gebunden. Drei Ratsmandate sind das Minimum. Mit jetzt nur noch zwei Republikanern reicht’s nur zum Gruppenstatus.

Die Duisburger Pro NRW-Ratsvertreter hatten sich zunächst in „Pro Duisburg“ umbenennen wollen. Das wollte der traditionsreiche Bürgerverein gleichen Namens allerdings nicht hinnehmen. Nach Ankündigung juristischer Schritte verzichteten die Rechts-Politiker auf ihren Namens-Wunsch und entschieden sich für die Republikaner. Die wiederum saßen von 2004 bis 2009 schon einmal mit einem Vertreter im Duisburger Rat.