Rechte Hooligans fordern Ultras und den MSV Duisburg heraus
18.10.2012 | 16:24 Uhr 2012-10-18T16:24:00+0200
Duisburg. Die Staatsanwaltschaft Halle ermittelt wegen Volksverhetzung gegen mehrere Duisburger. Sie sollen der „Division Duisburg“ angehören. Die Hooligans setzen die Ultras des MSV zunehmend unter Druck. Wie die Polizei die Division einschätzt und warum der MSV Neonazi-Mode im Stadion akzeptiert.
Wenn sich am Freitag vor dem Heimspiel des MSV Duisburg gegen Ingolstadt Fanprojekt und Fanclubs der Zebras mit einem Banner gegen Rassismus und Diskriminierung stark machen, wird das einer kleinen Gruppe auf den Rängen nicht gefallen. Gut möglich, dass darunter auch jene Brandstifter sind, die beim DFB-Pokalspiel in Halle antisemitische und rassistische Parolen anstimmten .
Die Polizei konnte sie identifizieren, die Staatsanwaltschaft Halle hat gegen mehrere Duisburger Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet. Einige der rechten Täter gehören nach Zeugenaussagen der „Division Duisburg“ und deren Umfeld an. Seit Anfang der Saison haben die Hooligans den Druck auf Duisburger Ultras im Block erhöht.
Diese „Verschiebungen im Fanblock“, die laut MSV-Sprecher Martin Haltermann auch der Verein beobachtet hat, passen ins Bild, das ein aktueller Bericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) zeichnet: Danach mischen sich rechtsextreme Fans in bundesweit 16 Spielstädten der ersten und zweiten Liga unter gewaltbereite Zuschauer – auch in Duisburg, so die Analyse. Tatsächlich ähneln die Spannungen unter den MSV-Fans im Ansatz den Zerwürfnissen in den Fanszenen anderer Vereine: In Dortmund berichten Szenekenner von engen Verflechtungen zwischen Autonomen Nationalisten, der Ultra-Gruppe „Desperados“ und Hooligans der „Northside“ .
Die Ultras sind die auffälligste Fan-Gruppe im deutschen Fußball. Ultra-Gruppen unterstützen ihre Vereine mit Sprechchören, Kurven-Choreografien und dem verbotenen Abbrennen von Pyrotechnik. Deswegen und wegen mehrerer Gewalttaten stehen Ultras besonders seit der Saison 2011/12 in der Kritik.
Das Bündnis soll die größte Ultra-Gruppierung, „The Unity“ systematisch einschüchtern. Unter den Ultras von Alemannia Aachen ist politisch motivierte Gewalt indes längst eskaliert: Die unter dem Einfluss von Neonazis stehende „Karlsbande“ will die als links geltenden Ultras (ACU) aus dem Stadion drängen. In Braunschweig tyrannisieren rechte Hooligans Eintracht-Fans und -Ultras.
Hooligans überfielen Konzert antifaschistischer Band im Djäzz
So weit ist es in Duisburg freilich noch nicht. Gleichwohl fällt die Offensive der Division in eine Zeit, in der auch die Duisburger Ultras – die „Proud Generation Duisburg“ (PGDU) und die etwas kleinere, eher links stehende „Kohorte“ – nicht immer an einem Strang ziehen. Und: Viele Fans, auch unter den meist jüngeren Ultras, haben Angst, gegen die Boxsportler der Division die Stimme zu erheben. Zumal diese bei MSV-Spielen angeblich auch mit Kampfsportlern aus der Region auftritt. Und auch die Hooligans der alteingesessenen Gruppe „Forever Duisburg“ haben sich in den schwelenden Konflikt anscheinend noch nicht eingemischt.
Dass mit der etwa 50 Mitglieder starken Division nicht zu spaßen ist, wollte die Gruppe auch im Februar 2012 deutlich machen: Etwa 20 Hooligans versuchten damals, in den Kulturclub Djäzz vorzudringen , in dem MSV-Anhänger mit St. Pauli-Fans bei einem Konzert der antifaschistischen Oi!-Punks „Stage Bottles“ feierten. Die Polizei meldete drei Verletzte. Zwei der Angreifer wurden wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung festgenommen. Der Leitspruch der Division: „Taten statt Worte.“
-
Seite 1: Rechte Hooligans fordern Ultras und den MSV Duisburg heraus -
Seite 2: Wie die Polizei die Division Duisburg einschätzt -
Seite 3: Die Hooligans, ihre Nazi-Symbole und der „Nationale Widerstand Duisburg“ -
Seite 4: Warum der MSV „Thor Steinar“-Shirts im Stadion nicht verbieten will -
Seite 5: Wie der MSV und seine Fans auf den Rechtsruck reagieren
|
|
1 | 2 | 3 | 4 | 5 |

09:29
Wegsperren diese Asis!!
16:57
Kann man nicht einfach die Stehplätze verbieten, damit will der DFB doch immer die großen Probleme lösen. Diese Idee ist genauso effektiv wie der Versuch bei Hooligans oder Rechtsradikalen aktive Gehirnzellen zu lokalisieren. Genau wegen solcher Idioten bleibe ich mit meinen Kindern den Stadien fern, mal abgesehen von den überragenden Leistungen die der MSV auf dem Grün abliefert.
03:37
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
13:55
Jegliche Kritik an der Berichterstattung wird gaaanz schnell gelöscht,das zeigt schon deutlich das Demokratie Verständnis der NRZ,aber ist ja nur ein Beispiel von vielen,wie es um Diskussionen in diesem Land bestellt ist. Unliebsames,nicht der vorgegebenen Meinung zugehörendes wird als ""Böse"" deklariert,bzw ganz schnell gelöscht. Man sollte sich mal die Einkommen/Vermögen der Redakteure und Herausgeber ua von dieser Zeitung anschauen,schnell erkennen kluge Leute,das es die sogenannte "Oberschicht" ist,Reich und Besitzend,die versucht den Leuten vorgefertigte Meinungen,die nur dem Machterhalt der Reichen dienen,unter das Volk zu bringen. Meinungsfreiheit zählt für sie gar nichts,wird nur gewährt,solang man in ihrem Sinne redet,sonst erzählen sie,das man nicht zum Kreis der Demokraten gehört,eoner Demokratie,die von ihnen selber gar nicht erwünscht ist. Denn es könnte ja ihren Besitz gefährden,das sorglose,dekadente Leben wär in Gefahr
19:19
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
Danke,bin selber fast im mer beim MSV,dort werd ich mal kundtun,was der Hintergrund eurer Berichte sind. Ich hab da ganz viele Bekannte...... Eure billigen pölarisierungsversuche brinhen da gar nix. MSV Fans,ob dunkel,ob weiss,ob links,ob rechts,die halten eh zusammen. Und Zusammenhalt,das mag der mutierte Kapitalismus gar nicht gern. Gruppen sind ja schwerer zu manipulieren als der einzelne.
16:19
Sehr geehrte Moderation!
Da einige von mir kommentierte Beiträge gelöscht wurden möchte ich gerne klar stellen dürfen, dass ich keinen Beitrag gemeldet habe. Es sieht ja schon komisch aus und könnte so gedeutet werden.
Vielen Dank
Eifelzebra
15:12
Sehr geehrte Nutzer,
nur weil es Schmähgesänge schon immer gab oder einige sie als legitim ansehen, braucht man sie hier nicht ständig zu wiederholen. Zudem führen Beleidigungen lediglich dazu, dass der entsprechende Kommentar gemeldet und entfernt wird.
Ich möchte Sie also um ein wenig mehr Sachlichkeit in Ihren Kommentaren bitten. Gewaltverherrlichende oder beleidigende Kommentare haben hier nichts verloren.
Ihr Artikel sprüht ja selber nicht grade vor Sachlichkeit, Ganz im Gegenteil,da steht Polemik und fragwürdige Polarisierung im Vordergrund,lustig,das sie dann jetzt "mehr Sachlichkeit" einfordern,die sie selber nicht mal Ansatzweise selber an den Tag legten
13:36
@39
solche pauschalen Verurteilungen sind nicht viel besser als die pauschalen Verbalattacken der von dir Kritisierten
Mh, wenn es bei Hooligans nur bei verbalen Attacken bleiben würde..........
13:32
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
12:50
@36
Was haben denn Probleme mit bestimmten Nationalitäten mit diesem Artikel zu tun? Werden solche Dinge im Stil dieser "Fangruppe" gelöst, ist das etwa das Fazit aus Deinem Kommentar???