Rechte Flugblätter an Anne Frank Mahnmal – Staatsschutz ermittelt
19.12.2011 | 13:23 Uhr 2011-12-19T13:23:00+0100
Duisburg. Von einer rechten Hooligan-Szene und deren Kontakten zu Dortmunder Neonazis berichteten Mitglieder einer Antifa-Gruppe jüngst. Eine organisierte rechte Szene gebe es in Duisburg nicht, sagt dagegen die Polizei. Sie sucht seit Samstag Unbekannte, die Flugblätter ans Anne Frank Mahnmal klebten.
Nach Angaben der Polizei Duisburg wurde offenbar in der Nacht zum Samstag die Anne Frank Gedenkstätte am Rabbiner-Neumark-Weg in der Stadtmitte mit rechten Flugblättern beklebt. Die DIN A5-Blätter trugen die Aufschrift „Widerstand gegen Kapitalismus und Kommunismus“ und verwiesen auf eine Internetseite mit eindeutig rechten Inhalten. Die Staatsschutzinspektion der Duisburger Polizei ordnet die Flugblätter dem rechten Spektrum zu und hat die Ermittlungen aufgenommen. Mitarbeiter der Stadt haben die Plakate umgehend entfernt.
Auch wenn es in Duisburg im vergangenen Jahr rund 70 Straftaten gab, die der rechten Szene zugeordnet werden, erklärte Polizeisprecher Ramon van der Maat dennoch, dass es nach den Erkenntnissen des Staatsschutzes keine „organisierte rechte Szene wie zum Beispiel in Dortmund gibt“. Man kenne einzelne Personen aus dem rechten Spektrum, jedoch würden sie meist außerhalb von Duisburg aktiv. Unter den bekannt gewordenen rund 70 Straftaten im letzten Jahr seien keine Gewaltdelikte.
Antifa beschreibt rechte Hooligan-Szene
Wenn in der Vergangenheit Demonstrationen der Rechten in Duisburg stattfanden, wurde sie laut Ramon van der Maat von der rechten Szene außerhalb Duisburgs organisiert. Für die Polizei ein weiteres Indiz dafür, dass es keine organisierte rechte Szene in Duisburg gibt.
In einem Bericht der WDR-Lokalzeit, der in der vorigen Woche ausgestrahlt wurde, wird ein anderes Bild durch eine Mitglied der Antifa-Bewegung gezeichnet. Unter anderem wird auf ein rechte Hooligan-Szene verwiesen, die enge Kontakte zu Dortmund unterhalte.
Wer das Anne Frank Denkmal mit den rechten Flugblättern beklebt hat, weiß die Polizei noch nicht. „Wenn es keine Zeugen gibt, die uns einen Hinweis zum Beispiel auf ein Autokennzeichen geben können, wird es schwierig“, so Ramon van der Maat.
Hinweise nimmt die Polizei Duisburg unter der Telefonnummer 0203/280-0 entgegen.

10:45
Durchaus. Aber ich bin dennoch der Ansicht dass es nicht so viele sind, wie judasthomaskuhl | #2 es uns hier weiß machen will - von einer Hochburg sind wir doch noch etwas weit entfernt, in anderen Städten, z.B. Bochum oder Dortmund, sieht das schon anders aus.
10:32
Das Problem ist, das man die meisten nicht einfach so erkennt. Die sogenannten Skin Heads fallen natürlich auf, aber man muss kein Skinhead sein um bei diesem Nazimist mit zu mischen. Und längst nicht alle tragen Thor Steinar- oder Lonsdale- Klamotten. Es gibt wesentlich mehr, als man vermuten mag. Dazu kommen die Altnazis, die die Zeit in Ihrer Kindheit erlebt haben und einem heute noch weiß machen wollen, Polen hätte angefangen. Die glauben das wirklich!! Sehen aber aus wie normale Rentner.
Erschreckend.
09:33
Duisburg die Hochburg der Rechten? Ich glaube kaum... wo stecken die denn alle - ich bin ständig in Duisburg-Nord bis Mitte unterwegs und dort sehe ich kein übermäßiges Vorkommen an Rechten - in den meisten von mir oft "besuchten" Stadtteilen ist sogar eher das "Gegenteil" der Fall.
Ich persönlich vermute eher, dass wir innerhalb Duisburg, wie die Polizei erwähnte, keine wirkliche organisierte, rechte Szene haben. Das Problem schwappt meiner Meinung nach viel mehr aus den Nachbarstädten rüber, wenn hier mal wieder gegen irgendwas aufmarschiert werden muss.
06:40
duisburg ist eine hochburg der rechten
lesen sie "das braune netz" worin das schon vor zwei jahrzehnten gut dokumentiert ist
hier ist die haupt-aufmarschstelle in nrw
bleibt die frage ob dienazis den "verfassungsschutz" infiltriert haben oder umgekehrt
es kann doch nicht wahr sein daß jeder halbwegs informierte mehr weiß als die polizei
21:05
Einachmal bei den polizei bekannten nazis auf der poststrasse vorbeischauen,
dort findet der staatsschutz die richtigen ansprechpartner.