Realschul-Initiative sieht sich bestätigt

Durch die schwachen Erstanmeldezahlen an den drei Duisburger Sekundarschulen (die NRZ berichtete) sieht sich die Initiative „Sekundarschule in Fahrn – nein danke!“ in ihrem Einsatz für den Erhalt von Realschulen bestätigt.

„Die Anmeldezahlen sind eine Bankrotterklärung der Schulpolitik“, so deren Sprecher Dirk Sprenzyna. Die Verwaltung müsse trotz „unermüdlicher Werbung für die neue Schulform erkennen, dass die Grundschuleltern diesen Weg nicht mitgehen“. Die Fahrner Initiative fordert den Schulausschuss auf, keine weiteren Realschulen auslaufen zu lassen, um an ihrer Stelle Sekundarschulen zu installieren. So ist es bisher im Duisburger Süden, in Hamborn und in Rheinhausen geschehen. Zunächst, so eine weitere Forderung der Initiative, müssten weitere Elternbefragungen zurückgestellt werden.

Weil die stark nachgefragten Gesamtschulen auf eine „leistungsmäßige Ausgewogenheit“ der Schülerschaft achten, werden sie viele Kinder abweisen müssen. „Was das für die Sekundarschulen bedeutet, kann sich jeder ausrechnen“, so Dirk Sprenzyna.

Bei den Erstanmeldungen für das kommende Schuljahr sind allerdings auch die Zahlen für die Realschulen schwächer als zuletzt. Einen Zusammenhang mit einer Verunsicherung über die Zukunft dieser Schulform bei den Eltern schließt Schulamtsleiter Ralph Kalveram als Grund nicht aus. Aus dem starken Zulauf der Gesamtschulen leitet er den Elternwunsch ab, „dass ihr Kind den höchstmöglichen Abschluss, das Abitur, in einem einzigen System erreichen kann“.