Reaktionen auf rechte Kundgebung am „Problemhaus“

Das sogenannte „Problemhaus“ sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Unruhe in der Nachbarschaft in Duisburg-Bergheim. Trotz der Konflikte: Rechte Parteien wollen die Bürger dort nicht dulden.
Das sogenannte „Problemhaus“ sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Unruhe in der Nachbarschaft in Duisburg-Bergheim. Trotz der Konflikte: Rechte Parteien wollen die Bürger dort nicht dulden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
SPD und Linke rufen zur Teilnahme an der Gegenkundgebung des Duisburger „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage“ anlässlich der geplanten Kundgebung der rechtspopulistischen „Pro NRW“ vor dem Bergheimer Hochhaus In den Peschen am 12. März um 11 Uhr auf.

Duisburg.. Die Anwohner der Immobilien In den Peschen 3-5 und Beguinenstraße 1-3 werden der von pro NRW angemeldeten Demo am 12. März weder ihre Aufmerksamkeit schenken noch diesen unsäglichen Auftritt durch ihre Teilnahme an der geplanten Gegendemonstration aufwerten. Das teilt Bezirksvertreter Karsten Vüllings (BL) nach Rücksprache mit Hans-Wilhelm Halle, Sprecher der Anwohner, mit. „Es ist genau das eingetreten, was die Anwohner immer befürchtet haben: sich irgendwann den Strömungen fragwürdiger politischer Gruppierungen ausgesetzt zu sehen.“

Nun haben auch die rechtsgerichteten Republikaner das Thema für ihren Bundestagswahlkampf entdeckt und kramen die alte „Das Boot ist voll“-Parole wieder auf. Dabei verdrehen sie zusätzlich die Tatsachen und machen aus den Rumänen und Bulgaren allesamt „Asylanten“, obwohl sie lediglich von der Niederlassungsfreiheit innerhalb der EU Gebrauch machen.

Anwohner organisieren Widerstand gegen Rechte

Sylvia von Häfen, Vorstandsmitglied der Linken überbrachte derweil dem Pächter des Bootshauses Ehingen einen Blumenstrauß, weil er eine Versammlung der NPD abgelehnt hatte.

Die rechtspopulistische Partei „Pro NRW“ ruft zu einer Kundgebung am sogenannten „Problemhaus“ in Bergheim auf. Dort leben viele Roma aus Bulgarien und Rumänien. Die Anwohner organisieren den Widerstand gegen die Rechten. Unter dem Namen „Volksinitiative gegen Asylmissbrauch“ hat die Partei die Demonstration angemeldet. Sie ist Teil einer Kundgebungsreihe, die in der gesamten Region stattfindet. SPD und Linke rufen nun zur Teilnahme an der Gegenkundgebung auf.