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Reaktionen auf die Eskalation am Problemhaus

26.08.2013 | 00:19 Uhr

Direkt nach den ersten Nachrichten zum Überfall auf Anwohner des „Problemhauses“ In den Peschen und dem anschließenden Polizeieinsatz meldeten sich verschiedene Organisationen zu Wort, die eine ganz andere Sichtweise auf die Vorkommnisse von Freitagnacht haben.

So kritisiert Sven Lehmann vom Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit, Bezirk Mülheim Essen Oberhausen Duisburg, die Polizei Duisburg, weil diese keine akute Gefährdung erkennen will und „überlässt durch die Unterlassung von Schutz die Bewohner im wahrsten Sinne des Wortes ihrem Schicksal.“ Die Roma würden als „Integrationsverweigerer und soziale Randgruppe wahrgenommen, welche Schmutz und Lärm verursacht, kriminell ist und übrigen auch nur die deutschen Sozialsysteme ausnutzen wollen“. Weiter heißt es in der knapp dreiseitigen Erklärung: „Dabei kommt die Bedrohung nicht nur von rechtsradikalen Menschen und Gruppen, sondern von den Bürgern des Stadtteils, zum Teil auch von direkten Anwohnern.“ „Kritische Beobachter_innen“ schickt eine nicht namentlich gekennzeichnete „Gegendarstellung“ mit der Überschrift „Pro NRW und andere Neonazis bei Diskussionsveranstaltung in Rheinhausen“ und behauptet, dass sich während der Diskussionsveranstaltung auch Mitglieder von Pro NRW befunden hätten, die die Diskussion „durch Beiträge immer wieder dominierten“. Über den weiteren Verlauf des Abends schreiben sie: „An der Trinkhalle an der Ecke Beethoven-/Brahmsstr. hatten sich inzwischen ca. 10 Rechtsradikale versammelt. Kurz danach kam es zu einer Hetzjagd, bei der kritische Teilnehmer_innen der Diskussionsveranstaltung von Rechtsradikalen verfolgt und bedroht wurden.“

Schon abgereist

Die weiteren Vorkommnisse an der Trinkhalle habe man nicht beobachten können, weil man zu diesem Zeitpunkt schon abgereist sei. Kritisiert wird auch der Polizeieinsatz, weil die Beamten nicht die Bewohner des Hauses In den Peschen effektiv geschützt hätten, sondern „um nach vermeintlichen Gewalttäter_innen Ausschau zu halten.“ In Rheinhausen müsse nicht über Anwohner als Opfer, sondern über Antiromaismus, rassistische Stimmungsmache und alltäglichen Rassismus gesprochen werden.

In die gleiche Richtung geht die Pressemitteilung des Duisburger Bündnisses gegen Antiziganismus, das die Redaktion erreichte. Das Bündnis ist nach eigenen Angaben ein Zusammenschluss mehrerer Einzelpersonen und Gruppen, welches sich „aufgrund der massiven Antiromaistischen Stimmung in Duisburg und der entsprechenden Berichterstattung in den Medien gegründet hat.“

Svenja Aufderheide

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2013-08-26 00:19
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