Rausschmiss der beiden Vorstände geht für die Duisburger Gebag ins Geld
03.02.2012 | 09:00 Uhr 2012-02-03T09:00:00+0100
Duisburg. Das städtische Immobilienunternehmen hat den gechassten Vorstand Dietmar Cremer mit einer Abfindung von 95.000 Euro in den vorzeitigen Ruhestand geschickt. Mit seiner Kollegin Wolf-Kröger muss die Gebag hingegen weiter verhandeln. Sie hat noch einen Vertrag bis 2014.
Mit einer Abfindung von 95.000 Euro ist der Gebag-Vorstand Dietmar Cremer in den vorzeitigen Ruhestand geschickt worden. Zunächst hatte sogar eine Summe von 458.000 Euro die Runde gemacht, war von einem „goldenen Handschlag“ unter Genossen die Rede.
Mit dem vorzeitigen Ruhestand des Ex-Chefs hat die Gebag den von der Politik beschlossenen Rauswurf des Gebag-Duos, das für das Küppersmühle-Desaster verantwortlich gemacht wird, zur Hälfte geregelt. Mit der fristlos entlassenen Marianne Wolf-Kröger wird noch verhandelt.
Durch den bekannt gewordenen Aufhebungsvertrag mit Cremer, der 14 Monate vor seiner Pensionierung in den Ruhestand geschickt wird, bestätigt sich zugleich die Information, dass der Chef der städtischen Wohnungsbaugesellschaft wohl zu den Spitzenverdienern der Duisburger Managerzunft gehörte. Danach entlohnte ihn die Gebag mit einem Jahresgehalt deutlich über 360.000 Euro.
Gebag-Chefin hat "gute Arbeit geleistet"
Einschließlich weiterer Zahlungen hätte Cremer bis zum Ausscheiden im Februar 2013 Anspruch auf über 450 000 Euro gehabt. Abzüglich der Rentenansprüche von über 280.000 Euro würde dem Ex-Gebag-Chef ein so genannter Differenzschaden von 170.000 Euro durch sein vorzeitiges Ausscheiden entstehen. Wie bei Vertragsaufhebungen in solchen Fällen gängig, einigten sich Gebag und Cremer fast auf die „goldene Mitte“ als Abfindung, eben 95.000 Euro.
Mit Wolf-Kröger muss die Gebag weiter verhandeln. Sie hat noch einen Vertrag bis 2014. Als Verhandlungs- und Forderungssumme, hieß es jüngst, stünden 1,1 Mio. Euro im Raum , andere Quellen sprechen von einer höheren sechsstelligen Summe. Wiederholt hatte die geschasste Gebag-Chefin Vorwürfe wegen der Küppersmühle zurückgewiesen und darauf verwiesen, dass die Gebag-Verträge zum Küppersmühle-Erweiterungsbau mit den Sponsoren, deren Risiken zu Lasten der städtischen Wohnungsbautochter gingen, vor ihrer Zeit eingegangen worden waren. Sie habe gute Arbeit geleistet, hatte Wolf-Kröger immer wieder betont. Aus Banken- und aus SPD-Kreisen hatte es dagegen harte Kritik an der ehemaligen Verdi-Gewerkschaftssekretärin gegeben.
Wie berichtet, prüft unterdessen die Stadt nach einmütigem Ratsbeschluss, ob und in welchem rechtlichen Rahmen gegenüber der alten Gebag-Spitze Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können.

17:07
Die ganze Stadt ist unterwandert von Genossen mit Parteibüchern und dicken Gehältern. Das ist die Partei, die den OB abwählen lassen will. Ich Lach mich echt tot, was da abgeht. Sozialisten konnten noch nie mit Geld umgehen und das wird sich auch nicht ändern. Egal, es wird halt weiter Werbung gemacht mit sozialer Gerechtigkeit. Wacht mal langsam auf...
Sie dauern mich sehr, denn mit ideologisch so verblendeten Menschen fühle ich intensiv. Bedauerlich für Sie, dass Sie offensichtlich seit vielen Jahren nicht die Medien zur gründlichen Information nutzen. Hätten Sie es getan, würden Sie hier nicht einen solchen Unfug absondern.
15:40
Irgendwie vertehe ich die Welt nicht mehr. Wie kann man mit Frau Wolf - Kröger noch verhandeln, wenn man ihr doch eine Fristlose Entlassung geschickt hat. Ich denke doch, dass dann das Arbeitsgericht abklärt ob die Fristlose Entlassung gerechtfertigt war, und wenn nicht wird auch das Arbeitsgericht in einem Gütetermin die Abfindung feststellen. Wieso sagt die Gebag, das sie mit Fr.Wolf-Kröger noch weiter verhandeln muss. Ich blick da ehrlich gesagt nicht mehr durch, wer,wie etwas entscheiden oder entschieden werden kann.
Kann der Westen vieleicht einmal einen genauen Bericht über möglichkeiten schreiben, der eine Vorgehensweise der Finanziellen Abwicklung in dem Streitfall von Frau Wolf- Kröger zulässt.
22:21
Die politischen Marathongewinner, die im seltensten Fall über die fachlich-menschliche Eignung in solche Führungspositionen ( gerne auch ohne Führungsverantwortung ) im Parteiproporzvergabeverfahren installiert werden, würden – bis auf wenige Ausnahmen – im freien Wettbewerb der Arbeitsplatzvergabe gar nichts oder nicht annähernd den Status erreichen wie Wolf-Kröger, Raabe, Dressler, Spaniel oder andere.
Da werden treue politische Weggefährten strategisch gesetzt oder weggelobt.
Auf diesen Umstand angesprochen, orientieren sich Parteien sehr gerne vergleichend am Spitzenmanagement der freien Wirtschaft.
Quasi sind die alle unterbezahlt.
Brauchen mal eben 500.- Euro monatlich mehr für die Altersvorsorge und den Montblanc in der Präsidentenausführung ...alles auf Kosten der Steuerzahler.
Das Bildungs- und Teilhabepaket beschert Kindern aus Familien im Transfer satte 10.- Euro monatlich für Sport/Musik/Nachhilfe.
9350 ( 500 : 10 x 187 ) mal wird dieses Kinder- und Jugendlichen Teilhabepaket sinnbildlich auf die 187 Landtagsabgeordneten ausgeschüttet – jeder erhält 50 Pakete, ohne auch nur eine Spur von bedürftig zu sein.
Wenn sich dieses Menschenbild resp. diese egoistisch, geldgierige Haltung seitens der Politik nicht ändert, dann gehen demnächst nur noch Parteimitglieder wählen.
Ich könnte bei solchen Gedankengängen in vielerlei Hinsichten regelmäßig aus der Fassung geraten.
Glückauf
20:31
Hat nicht auch Herr Brömmekamp mit der mbb&bb die Gebag schon 1.500.000 Euronen gekostet? Wo nimmt die Gebag nur die Kohle her?
... ich denke, die Antwort kennen Sie selbst: Von den GEBAG-Mietern. Eine andere Einnahmequelle hat die GEBAG nicht. Die zahlen für D.C., für M.W.-K. und zusätzlich für Herrn Brömmekamp.
Nee, bin ich froh, in einer Wohnung eines sog. privaten "Miet-Hais" zu wohnen! Meine letzte Mieterhöhung beruhte auf einer Sanierungsmaßnahme und liegt so lange zurück, dass ich mich nicht einmal mehr daran erinnere. Nur meine Nebenkosten - verursacht durch die Stadt Duisburg - steigen kontinuierlich.
Mein privater Vermieter ist wesentlich moderater und realistischer in Sachen Mieterhöhungen als die GEBAG. Aber, er hat auch nicht die Kosten für diese öffentlich- rechtlichen Miss-Manager und den Küppersmühlen-Aufbau am Bein ...
16:53
Dafür erhöhen die Wirtschaftsbetriebe gerade die Müllgebühren. Man muss ja über die anderen "Städtischen Töchter" einen Ausgleich für die Gebag schaffen.
Aber wie wärs mal mit Kürzungen beim Duisburger Marketing oder dem Kulturhauptstadtbüro.
das Kulturhauptstadtjahr ist längst Geschichte. Wozu also noch ein "Kulturhauptstadtbüro"?
Duisburg Marketing? Kann sich eine Stadt, die längst am Existenzminimum lebt und kein Geld mehr für Ausgaben z.B. für Kultur, Integrationsförderung, Sprachförderung, Hilfe für missbrauchte Kinder, etc., mehr hat, ein sog. "Marketing" noch länger leisten? Nein. Weg damit. Marketing ist in der derzeitigen Finanzsituation Luxus. Es gibt weitaus wichtigere und lebensnotwendigere "Baustellen". Marketing ist nichts weiter als Werbung und damit derzeit verzichtbar.
Es ist eine Aufgabe für den Rat, diesen Verwaltungsballon endlich zum Platzen zu bringen.
15:46
Ich lese erst gar nicht den Artikel
Die Überschrift reicht mir!
Da braucht sich kein Mieter zu wundern,wenn er Kündigungen bekommt und falsche Jahrendabrechnungen!!!!!
Ich habe mit einigen Mietern über solche Vorfälle gesprochen und habe mir schon gedacht wo der "Schuh drückt" bei der GEBAG.
Ich sollte als Wahrsager selbstständig machen !
13:21
Als Duisburger, der immer mehr für seine Müllabfuhr, seine Schwimmbadnutzung, den nicht vorhandenen Service bei der Stadtverwaltung und viele andere städtische Leistungen bezahlen muss bzw. diese nicht mehr erhält, kann ich gar nicht so viel Essen wie ich .....
muß, wenn ich dies hier höre. Für wie verblödet halten die Verantwortlichen der Stadt eigentlich ihre Bürger, die den ganzen ****** -und dazu zähle ich auch dieses überflüssige Abwahlverfahren, da OB Sauerland schon längst den Hut hätte nehmen müssen- bezahlen müssen. Leider befürchte ich aber auch, dass ein Wechsel an der Stadtspitze diese Probleme nicht lösen wird, da die nächsten selbstherrlichen Möchtegernpolitiker schon in den Startlöchern sitzen, um sich und ihre Brut ebenfalls die Taschen zu füllen. Die Entschließung zur Diätenerhöhung im Landtag NW, an der sich die üblichen Verdächtigen der etablierten Parteien beteiligten haben, sagt doch alles über das Demokratie- und Gerechtigkeitsverständnis dieser Personen aus. Warum soll es in der Komunalpolitik anders sein. Es wird Zeit, dass sich was ändert und zwar grundlegend!!
13:17
Gute Arbeit wird gut bezahlt, schlechte Arbeit wird... auch gut bezahlt? Irgendetwas stimmt doch an dieser Aussage nicht? Aber was? Ich komme einfach nicht drauf. Naja, egal. Auch ein Eigentor ist ein Tor. Ist doch Jacke, wenn die Mannschaft als Verlierer vom Platz geht…
12:56
;o)
und da wundert sich noch einer das diese stadt pleite ist ?
.
12:17
Wow - über 30.000 Euro /Monat für das Vorstandsmitglied einer städtischen Immobilienklitsche, in der u.a. vernünftige Vertragsgestaltung, Risikomanagement und Bauaufsicht Fremdworte zu sein scheinen - das sind gute 50% mehr als unsere Bundeskanzlerin erhält und gut dass doppelte eines Bundesministers. Auch in der freien Wirtschaft bekäme man für ähnlich unqualifizierte Arbeit wohl kaum auch nur ein auch nur annähernd so üppiges Salär.
In der freien Wirtschaft werden so gravierende Fehlleistungen mit dem Rausschmiss beantwortet, und zwar ohne einen müden Cent. Nach einem Jahr geht es dann in HartzIV!
@taosnm
Das stimmt absolut nicht und das sollte Ihnen klar sein. Wie war das mit dem Mercedes-Vorstand, der Unsummen versenkte und reichlich Abfindungen, Aktien usw. erhielt ? Und der ist nur ein Beispiel, es gibt unzählige andere, aber Hartz IV gibt es in diesem Kreisen nicht.
Überhaupt, woran wollen sie die Arbeit der Gebag-Vorstände denn messen, am Geschreibsel eines Journalisten, am Verstecken des jahrelang verantwortlichen Aufsichtsrates ? Die ist genau so wenig messbar wie die der Bankmenschen angesichts diverser Krisen und der Zwielichtes Rolle der Damen und Herren Banker. Die Gebag muss die Verträge mit ihren Vorständen erfüllen, so ist nun einmal die Rechtslage und neidgeprägte Debatten helfen da gar nichts.