Randale und Hooligan-Angriff nach Spiel zwischen MSV und St. Pauli
21.02.2012 | 17:52 Uhr 2012-02-21T17:52:00+0100
Duisburg. Nach dem Zweitligaspiel zwischen dem MSV und St. Pauli kam es zu Ausschreitungen im Hauptbahnhof und vor dem Club Djäzz. Der Angriff einer Hooligan-Horde dort ist auch politisch brisant: Die „Division Duisburg“ zieht Neonazis an. Die Schläger hatten es auf linke St. Paulianer abgesehen.
Das Verhältnis zwischen den Anhängern des MSV Duisburg und denen des FC St. Pauli gilt eigentlich nicht als belastet. Im Gegenteil: Nach dem Zweitliga-Spiel der beiden Traditionsvereine am Freitagabend in Duisburg (0:1 ) feierten einige Anhänger der Zebras und des Hamburger Kultclubs gemeinsam im Lokal Djäzz. Dennoch mussten Polizei und Bundespolizei nach der Partie in der Duisburger Innenstadt zweimal massiv eingreifen, um gewalttätige Randalierer zu bremsen – einmal sogar vor dem Kellerclub an der Börsenstraße. Die Übergriffe dort haben offenbar einen politischen Hintergrund. Aber der Reihe nach:
Auf Nachfrage bestätigten szenekundige Beamten der Bundespolizei einen Einsatz im Duisburger Hauptbahnhof. Dort hatten sich am Freitagabend gegen 20 Uhr Anhänger aus Duisburg versammelt, um die Pauli-Fans zu empfangen: Die fuhren mit der Bahn vom Stadion zum Hauptbahnhof, mussten dort in den Zug nach Hamburg umsteigen. Was dann passierte, berichtet Bundespolizeisprecher Armin Rogon so: „In der Bahnhofshalle kam es zu Frotzeleien und Fanvermischungen.“ Verletzt wurde bei der Schlägerei offenbar niemand.
Polizisten setzten Schlagstöcke und Pfefferspray ein
Um eine weitere Eskalation der Gewalt zu verhindern, trennten Beamte die Randalierer mit einer Polizeikette. Die St. Paulianer hätten „danach ungefährdet abfahren können“, sagt Rogon. Und verweist auf die Polizei Duisburg: Denn deren Einsatzkräfte gingen auf den Bahnhofsvorplätzen, die nicht im Hoheitsgebiet der Bundespolizei liegen, gegen die Duisburger Randalierer vor.
Nach Augenzeugenberichten setzten Polizisten in voller Montur am Ostausgang Schlagstöcke und Pfefferspray gegen MSV-Anhänger ein. Details zum Einsatz gab die Polizei am Montag nicht bekannt. Sie meldete stattdessen einen Einsatz wenige Minuten später ganz in der Nähe: vor dem Kulturclub Djäzz im Dellviertel.
Dort prügelten sich nach Angaben der Polizei „etwa 20 vermeintliche MSV-Anhänger mit Türstehern und drei Gästen. Die Horde hatte offenbar versucht, in das Lokal zu gelangen, weil dort auch St. Pauli-Fans feierten.“ Polizeisprecher Ramon van der Maat bestätigte, dass die Gewalt von polizeibekannten Duisburger Hooligans ausging. Damit erhält die vermeintliche Gewalt unter Fußball-Anhängern auch eine politische Brisanz: Denn die Hooligan-„Division Duisburg“ zieht gewaltbereite Neonazis an. Die dürften es auf die linken Alternativen des Hamburger Kiezclubs abgesehen haben.
Organisierte Neonazis mit Kontakten zur Dortmunder Szene?
Sie verletzten letztlich aber offenbar Unbeteiligte: Die Polizei meldet drei Leichtverletzte. Zwei der Angreifer, ein 25- und ein 28-jähriger Duisburger, wurden wegen Landfriedensbruch und Körperverletzung festgenommen. Eine Zeugin hatte die Polizei verständigt, die mit fünf Streifenwagen anrückte. Was die Pressestelle der Polizei am Montag nicht mehr bestätigen konnte: Die Türsteher und der Inhaber des Kulturclubs Djäzz mussten offenbar länger auf Hilfe warten, weil die Beamten noch im Einsatz waren: gegen MSV-Randalierer vor dem Hauptbahnhof.
Erst Ende Dezember 2011 hatte die Polizei Berichte einer Antifa-Gruppe bestritten , wonach es in Duisburg eine organisierte rechte Szene mit Kontakten zu Dortmunder Neonazis gebe.
Kurz zuvor standen damals Duisburger Hooligans einer anderen Vereinigung im Fokus der Öffentlichkeit: Aus dem Block der alteingesessenen Schläger wurden beim Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf Raketen in den Gästeblock abgefeuert.

15:44
Es entsetzt mich, dass manch Kommentatoren solche Angriffe als "normal" ansehen.
Gewalt ist nicht normal und die, die Gewalt anwenden sind primitiv ind doof, auch wenn sie Abitur haben sollten.
Diese Randalierer nurtzen den Fußball nur als Vorwand oder Plattform, um ganz egoistisch "ihren Spaß" zu haben, egal wie sich das auf den Verein oder den Fans auswirkt.
Gewaltbereite Gäste konnte ich im Djäzz nicht feststellen, egal ob MSV-, St. Pauli- oder Schalke-Fan. Das war ein feiger Angriff und natürlich stellt sich die Frage nach der Motivation der Randalierer.
12:17
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Das weiss ich doch! Aber - auch aus anfänglich Kleinem kann - und soll - was Grosses werden. Wenn Fussbal als Katalysator und Kristallisationspunkt gesellschaftlicher Mobilisierung genutzt werden kann, dann geschieht dies eben auch.
10:43
Immer wieder der gleich scheiß von den Hooligans: "Nein wir sind nicht rechts, gut möglich das in unseren Reihen einige Rechte sind, aber wir nein wir sind nicht rechts! "
Alleine das dulden von Rechten und rechten Gedankengut in den eigenen Reihen ist schon Rechts, da die Tollerierung und das nicht aktiv gegen rechte Strömungen ankämpfen schon ein großer Fehler ist!!
War im dritten Reich genauso, nachher haben auch alle gesagt: Nein ich war kein Nazi! aber alleine die duldung und das nicht aktiv gegen die NSDAP angekämpft wurde ist in meinen Augen schon ein Nazi sein!!
Alerta....
10:29
Man muss sich nur mal die Jungs mit den "Division Duisburg"-Klamotten anschauen. Dass die nicht gerade politisch links sind, dürfte jedem klar sein. Fast muss man sich schon als MSV-Fan dafür schämen. Sorry an alle Pauli-Fans und an die anderen unbeteiligten Kneipenbesucher.
10:06
Naja,
nujn wissen wir ja alle, dass das rechte Potential in diesem Land kleingeschrieben und
-geredet wird.
Alles was nicht Ausländer beschimpft oder andersweitig rassisch auffällt ist bedroht.
Ganz besonders Gruppen, die häufig durch demokratische, antirassistische und sozial Aktionen aufgefallen sind, dazu gehören die bekennenden St. Paulifans.
Die Angriffe verschiedener Fußballfgangruppen beim Hallenturnier im Norden vor einige Wochen zielten in die gleiche Richtung.
Die Rechte macht mobil, bei ..., Sport und Spiel!
Augen auf.
Leider werden wir vom BundesJo dazu nichts sinnvolles hören (können).
07:58
Man nehme ganz viel Geld und ziehe weit weit weg aus dem Pott.
Am besten in östlicher Richtung. ;-)
07:46
bravo Duisburg, geht ja wirklich aufwärts mit dem guten Ruf, Glück aus
07:08
NEIN
in duisburg gibt es keine rechte szene!
NEIN
in duisburg gibt es kein organisierte kriminalitaet
Ja
unsere polizei glaubt das zitronenfalter
zitronen faltet!
;o(
.
23:35
Hooligans muss man nicht differenzieren: Das Kriterium doof und primitiv erfüllen sie alle.
Gleiches gilt für Nazis. So what?
@lapofgods:
Na dein Spruch könnte auch aus der BILD sein... versuch mal nicht alles und jeden über nen Kamm zu scheren. Du regst dich später wieder auf wenn wer sagt alle Linken seine Extreme oder alle Paulifans Punks... Unsere Welt ist nicht schwarz und weiß... Wenn du in ner Diskussion respektiert werden willst, dann verhalte dich entsprechend!
22:04
Division Duisburg??.was haben die mit Fußball zu tun??