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Raketen auf Fortuna-Fans – Kameras filmten Täter im MSV-Stadion nicht

22.02.2012 | 15:06 Uhr
Raketen auf Fortuna-Fans – Kameras filmten Täter im MSV-Stadion nicht
Am 5. Dezember feuerten Unbekannte von der Westtribüne in der MSV-Arena Leuchtraketen auf Anhänger von Fortuna Düsseldorf. Die Kameras im Stadion filmten die Täter nicht. Die Polizei hofft auf Hinweise von Zeugen. Foto: privat

Duisburg.   Nach dem Spiel zwischen MSV und St. Pauli versuchten Hooligans, das Lokal Djäzz zu stürmen. Konkrete Erkenntnisse über deren Verbindungen zu Neonazis hat die Polizei nicht. Indes bleibt wohl ungeklärt, wer in der MSV-Arena Raketen auf Fans von Fortuna Düsseldorf abfeuerte.

Nach Bekanntwerden der Krawalle am Hauptbahnhof nach dem Zweitliga-Spiel zwischen MSV und St. Pauli am Freitag hat die Polizei Details zum Einsatz dort berichtet. Derweil kommen die Ermittler auf der Suche nach den Chaoten, die Anfang Dezember im MSV-Stadion Raketen auf Fans von Fortuna Düsseldorf gefeuert hatten , zurzeit nicht weiter. Sie hoffen weiterhin auf Hinweise von Stadionbesuchern.

„Der Staatsschutz ist da am Ball“

Nach der 0:1-Niederlage gegen St. Pauli am Freitagabend hatte die Duisburger Hundertschaft die Gästefans in der Bahn zum Hauptbahnhof begleitet. Dort sollten die St. Paulianer in Richtung Hamburg umsteigen. „Einige sind aber durch die Bahnhofshalle zum Haupteingang gelaufen, um sich mit Proviant zu versorgen“, sagt Polizeisprecher Ramon van der Maat. Auf der Westseite trafen sie dann auf MSV-Anhänger, es kam zur Prügelei und zum Einsatz der Bundespolizei .

Eine Hundertschaft der Polizei ging am Freitagabend vor dem Hauptbahnhof in Duisburg nach Krawallen von MSV- und St. Pauli-Anhängern gegen die Randalierer vor. Archivbild: dapd

Van der Maat bestätigte zudem den Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken gegen Randalierer. Ein Krawallmacher aus den Reihen der Pauli-Fans wurde festgenommen. Er hatte eine Flasche auf die Polizisten geworfen.

Am Einsatz kurz darauf, vor dem Kulturclub Djäzz an der Börsenstraße, war die Hundertschaft nicht beteiligt. Dort hatten Hooligans der „Division Duisburg“ versucht, in das Lokal einzudringen und sich mit Türstehern und Gästen geprügelt . Zu Verbindungen der Division zu Neonazis, so van der Maat, „haben wir keine konkreten Erkenntnisse“. In Duisburg gebe es „anders als in Dortmund und Aachen keine organisierte rechte Szene. Wir beobachten aber alle Entwicklungen genau, der Staatsschutz ist da am Ball.“

Hooligan-Quartier nicht im Fokus der Kameras

Die Ermittlungen gegen die Randalierer, die am 5. Dezember in der Duisburger Arena wahrscheinlich Leuchtspurmunition auf Anhänger von Fortuna Düsseldorf abgefeuert hatten, sind indes ins Stocken geraten. Die Hinweise von Stadionbesuchern auf den oder die Täter in Block 1 führten bislang nicht zum Erfolg. Und auch mit Hilfe der Videoaufnahmen werden die Chaoten nicht überführt werden können: „Die Kameras im Stadion“, so van der Maat, „sind auf den Gästeblock gerichtet, wo ja in der Regel am meisten passiert.“

Die Raketen wurden aber auf der gegenüberliegenden Seite, im ersten Block der Westtribüne abgefeuert. Die Ereignisse dort, im gegen Düsseldorf besonders gut besuchten Quartier der alteingesessenen Hooligans von „Forever Duisburg“, wurden so nicht gefilmt. In der Duisburger Fanszene kursierten nach dem Spiel Gerüchte, verantwortlich für die versuchte Körperverletzung seien mit den Hooligans sympathisierende Randalierer.

Die Polizei Duisburg jedenfalls hofft darauf, dass Hinweise von Stadionbesuchern doch noch zum Ermittlungserfolg führen. Die Ermittler sind telefonisch über die zentrale Telefonnummer 0203/2800 erreichbar.

Philipp Wahl

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Kommentare
23.02.2012
06:17
Raketen auf Fortuna-Fans – Kameras filmten Täter im MSV-Stadion nicht
von EinFreund | #10

@ SiriDiri
Du muss mal genauer lesen...
"Wenn allerdings Division keine Verbindung zur rechtsextremen Szene hat"
Hat der Schreiber auch nicht behauptet.

1 Antwort
Raketen auf Fortuna-Fans – Kameras filmten Täter im MSV-Stadion nicht
von SiriDiri | #10-1

Ich habe sehr genau gelesen:

Zitat:

Zu Verbindungen der Division zu Neonazis, so van der Maat, „haben wir keine konkreten Erkenntnisse“. In Duisburg gebe es „anders als in Dortmund und Aachen keine organisierte rechte Szene. Wir beobachten aber alle Entwicklungen genau, der Staatsschutz ist da am Ball.“

Das erinnert doch sehr an Vorgänge in Sachsen-Anhalt, Brandenburg etc. Es wird totgeschwiegen was man nicht sehen möchte.

22.02.2012
20:18
Raketen auf Fortuna-Fans – Kameras filmten Täter im MSV-Stadion nicht
von ersteralles | #9

Eigentlich gehe ich ja gerne zu euch ins Stadion...ein schönes Straßenbahn-Lokalderby.
Mir erschliesst sich nur nie, warum eure "Fans" im Block 1 alles machen dürfen, was ihnen so einfällt. Obwohl die Polizei meist direkt daneben sitzt. das macht schon einen sehr merkwürdigen Eindruck und hat aus meiner Sicht nichts mit Deeskalation zu tun. Alles in Allem ist immer eine schöne und gesunde Rivalität im Stadion, aber diese Jungs ruinieren euren guten Ruf. Schade drum!

22.02.2012
19:39
Schön: Auch Division besucht Kulturkneipen
von SiriDiri | #8

Hätte ich denen ja gar nicht zugetraut. Ich frage mich allerdings, wieso die Duisburger Polizei die Verbindungen zur und das Vorhandensein der rechten Szene in Duisburg fast schon systematisch verharmlost? Angst um den guten Ruf, wie bei einigen Gemeinden Ostdeutschlands, kann es hier in Duisburg ja nicht sein. Hier lebt es diesbezüglich ja mitterweile völlig ungeniert.

Wenn allerdings Division keine Verbindung zur rechtsextremen Szene hat, dann erklärt sich ihre Teilnahme an einem "Svastika Hallencup" nicht so wirklich. Im illustren Teilnahmefeld z.B. "SV Germania, Heimatschutz Donnersberg, Stallhaus Germania, NPD Karlsruher Land" und eben auch "Division Duisburg" Hier dazu die Quelle http://anonymouse.org/cgi-bin/anon-www_de.cgi/http://infoportal-dortmund.net/2012/02/06/teilnahme-am-svastika-hallen-cup-2012/

22.02.2012
18:09
Raketen auf Fortuna-Fans – Kameras filmten Täter im MSV-Stadion nicht
von berechtigter_Zweifel | #7

„Die Kameras im Stadion“, so van der Maat, „sind auf den Gästeblock gerichtet, wo ja in der Regel am meisten passiert.“

Wie inkompetent ist so eine Aussage?
Ich war erst zweimal in der MSV-Arena, aber dass die Hools in Block 1 sitzen und nicht nur mit leeren Bechern werfen, sollte der Plizei und dem Verein bekannt sein, wenn mir das schon auffällt.
Wen wollen Polizei und MSV schützen?
Sind da wieder Hooligans dabei, die ein Doppelleben als Poliozist und Hooligan führen? Das wäre ja nicht das erste mal.

Spätestens nach dem Beschuss beim Spiel gegen Fortuna sollte es doch möglich sein, eine Kamera auch auf Bock 1 zu richten, was natürlich auch für alle zukünftigen Spiele gelten sollte.


1 Antwort
Raketen auf Fortuna-Fans – Kameras filmten Täter im MSV-Stadion nicht
von Sermer49 | #7-1

Sie wollen doch nicht sagen ,das dieser Fanclub ,der im alten Wedaustadion schon dort ihre Plätze hatten und damals schon wie auch immer Leuchtraketen ins Stadion reinbrachten ,wobei ich vom damaligen Block H immer am Eingang gefilzt wurde wie ein Schwerverbrecher , in ihrem Fanclub Polizisten ,Ordner und Vereinsmitarbeiter haben und deshalb niemals Kameras auf sie gerichtet werden und desweiteren dort nie eingeschritten wird ,egal wie die sich verhalten.
Und immer schön an der Südkurve ihre Plätze haben ,wo man gut die gegnerischen Fans erreicht?

Ne,ne ,das glaub ich alles nicht .

22.02.2012
17:56
Raketen auf Fortuna-Fans – Kameras filmten Täter im MSV-Stadion nicht
von heinrichh | #6

Anfang "Polizeigesetz NRW § 15a (Fn 6)
Datenerhebung durch den offenen Einsatzoptisch-technischer Mittel

(1) Zur Verhütung von Straftaten kann die Polizei einzelne öffentlich zugängliche Orte, an denen wiederholt Straftaten begangen wurden und deren Beschaffenheit die Begehung von Straftaten begünstigt, mittels Bildübertragung beobachten und die übertragenen Bilder aufzeichnen, solange Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass an diesem Ort weitere Straftaten begangen werden." Ende

Da es also nicht im ganzen Stadion zu schweren Krawallen/straftaten kommt darf die Polizei also nur punktuell überwachen. Nicht jeder Zuschauer im Stadion ist gleich ein Krawallmacher/Straftäter.

22.02.2012
17:44
Raketen auf Fortuna-Fans – Kameras filmten Täter im MSV-Stadion nicht
von heinrichh | #5

xxyz, die Fans werden nicht vom Verein per Video überwacht, sondern von der Polizei.

Ich nehme an das das rechtliche Gründe hat.

22.02.2012
17:34
Raketen auf Fortuna-Fans – Kameras filmten Täter im MSV-Stadion nicht
von undermythumb | #4

In dem Block, aus dem Raketen abgefeuert wurden, sitzt neben jedem
"Fan" ein Polizist. Da wird auch "Sch.eiss Fortuna" gesungen, wenn die
gar nicht in der Arena sind.
Man hat nichts gesehen??
Und im Himmel ist Jahrmarkt und Petrus verkauft Eintrittskarten.
.

22.02.2012
16:27
Raketen auf Fortuna-Fans – Kameras filmten Täter im MSV-Stadion nicht
von tomaraya | #3

Und auch mit Hilfe der Videoaufnahmen werden die Chaoten nicht überführt werden können: „Die Kameras im Stadion“, so van der Maat, „sind auf den Gästeblock gerichtet, wo ja in der Regel am meisten passiert.“
Die Ereignisse dort, im gegen Düsseldorf besonders gut besuchten Quartier der alteingesessenen Hooligans von „Forever Duisburg“, wurden so nicht gefilmt. In der Duisburger Fanszene kursierten nach dem Spiel Gerüchte, verantwortlich für die versuchte Körperverletzung seien mit den Hooligans sympathisierende Randalierer.

Aaaah, ja! Verstehe.
Das die Hools von "Forever Duisburg" ständig im Block 1 sitzen, sollte auch dem Letzten in Hintertupfingen bekannt sein.
SOMIT AUCH DEN ARENABETREIBERN.
Warum richtet man zumindest für so ein Spiel, das für die Hools ein echtes Hassspiel ist, die Kameras nicht auch noch auf die netten Jungs im Block 1???
Oder warum werden sie nicht einfach mit einem Stadionverbot belegt, da sie ja schon öfters aufgefallen sind. Dann ist das Problem erledigt.

22.02.2012
16:13
Raketen auf Fortuna-Fans – Kameras filmten Täter im MSV-Stadion nicht
von nie88 | #2

Fußballspiele sollten wohl doch verboten werden......Satire aus

22.02.2012
16:10
Warum greifen Vereine nie bei den eigenen "Fans" durch
von xxyz | #1

Es ist auffallend, dass wieder eigene Fans nicht beobachtet werden. In jeder Billigbude gibt es Videoüberwachungen. Nur im Stadion nicht?
Hier drängt sich der Verdacht auf, dass die Vereine nicht wirklich daran interessiert sind, die eigenen Anhänger von Randalen abzuhalten.

1 Antwort
Raketen auf Fortuna-Fans – Kameras filmten Täter im MSV-Stadion nicht
von Rakllo | #1-1

da haste recht,diese kaoten machen alles Kaputt,auch die Busse und Bahnen,keine andere Sportart gibt es wie die Baller(Fussballer).

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