Rage-Festival: Band „Varg“ umstritten

Heavy-Metal-Fans werfen den Organisatoren des Freiluftfestivals „Rage against Racism“ (5. und 6. Juni) vor, sie böten Neonazis eine Bühne. Streit gibt es um den angekündigten Auftritt der Band „Varg“. Ihr Sänger Philip „Freki“ Seiler polarisiert, weil er einräumt, 2007 bis 2009 Kontakt zur rechten Metalszene gepflegt zu haben. Inzwischen distanziert er sich von dieser Vergangenheit, und seine Band stärkt ihm dabei den Rücken.

„Wir haben Gespräche mit der Band geführt, und sie hat uns glaubhaft versichert, dass sie keinen rechtsradikalen Hintergrund hat. Wir haben uns überzeugt, dass ,Varg’ keine Neonazis sind“, sagt ein Sprecher des Vereins „Inne Mühle“, der das Festival an der Friemersheimer Mühle ausrichtet. „Falls Philip Seiler ein Neonazi war, sind wir froh, dass er es nicht mehr ist.“ Der Verein begrüßt außerdem die kontroverse Diskussion um „Varg“. Sie unterstreiche, wie wichtig heutzutage politische Bildung ist.