Räuber muss für drei Jahre hinter Gitter

Manche Strafverfahren erinnern an Abzählreime. So auch jenes, das gestern mit der Verurteilung eines 23-jährigen Meiderichers zu drei Jahren Gefängnis wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung endete.

Gemeinsam mit einem Mittäter hatte er am 24. Februar 2014 eine Spielhalle am Banhof Meiderich überfallen. Der Komplize hatte eine Spielhallenaufsicht mit einer Schreckschusspistole bedroht. Als deren Ehemann den Räuber attackierte, ergriff der 23-Jährige sofort die Flucht. Die Richter sprachen gestern von einem maßvollen Urteil gegen den geständigen 23-Jährigen, der bereits mehrfach einschlägig vorbestraft war und zur Tatzeit noch unter Bewährung stand.

Der Prozess hatte ursprünglich mit vier Angeklagten begonnen. Doch es wurde rasch klar, dass zwei 18 und 22 Jahre alte Duisburger mit der Sache nichts zu tun hatten. Der 21-Jährige Mittäter des gestern verurteilten Mannes hatte sie zu Unrecht belastet. Der 21-Jährige brachte zudem das Kunststück fertig, kurz vor Ende der Beweisaufnahme in der vergangenen Woche einen Sitzungstermin vor dem Landgericht zu verpassen. Auch sein Verfahren wurde daher abgetrennt und Haftbefehl erlassen. Seit gestern sitzt der Mann in der Untersuchungshaft und muss bis zur Neuverhandlung gegen ihn voraussichtlich bis zum Juli warten.

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