Rabenkrähe gilt als Tiersymbol des Todes

Ja, endlich hat die Verwaltung unter der persönlichen Leitung von OB Link und Stadtplanern durchgegriffen und durch die schnelle Fällung der Platanen an der Mercatorstraße Fakten geschaffen. Wird der Umbau der Mercatorstraße genau so fix erfolgen? Oder wird das alles auf den St. Nimmerleinstag verschoben, wie die Projekte Eurogate im Innenhafen, Ärztehaus an der Steinschen Gasse, Möbelhaus am Güterbahnhof, FOC in Hamborn/Marxloh usw. usw.? Viele Fragen, aber keine konkret belastbaren Fakten zu angeblichen Investoren.

Werner Piatkowski

Die Entscheidung über das Fällen der Platanen hat der gewählte Rat getroffen. Die selbsternannten Baumschützer müssen Demokratie erst noch lernen. Werner Rust

Vor noch nicht einem Jahr wurden die Bürger der Stadt Duisburg nach den verheerenden Schäden durch das Pfingstunwetter Ela zu Baumspenden aufgerufen. Ohne erkennbare Not wurden und werden nun die Allee-Platanen gefällt, die über 80 Jahre alt waren. Und somit die gleichfalls verheerenden Bombenschäden der letzten Weltkriegszeiten „überlebt“ haben, an die in unterschiedlicher Weise in dieser Zeit erinnert wird. Geht das zusammen? Anne Wellnitz-Kraus

Wenn ich lese, dass zwei Bäume aufgrund eines Nestes einer Rabenkrähe vorerst stehen bleiben, dann offenbart sich mir die gesamte Sinnlosigkeit und Hilflosigkeit der Beteiligten an dieser Platanenfällung. Da sichert man vorerst den Brutplatz von eventuell brütenden Rabenkrähen und glaubt damit umweltbewusstes und artgerechtes Handeln zu dokumentieren. Hier sei die Frage erlaubt, welchen Stellenwert haben wir Menschen eigentlich noch? Mit dieser Fällung wird auch der Lebensraum von tausenden Duisburger Bürgern erheblich beeinträchtigt. Wenn also Rabenkrähen überleben dürfen, so möchte ich daran erinnern, dass dieser Vogel in der Tiersymbolik als Vogel des Todes gilt. Heinz Kuhlen

Nach vielen offensichtlich gescheiterten Projekten, die die Stadtkasse belasten, haben viele Bürger einfach das Vertrauen verloren und fühlen sich noch gereizt, wenn sich die Stadtsprecherin zu der Aussage hinreißen lässt, dass das alles auf einem demokratischen Verfahren beruhen würde. Na dann. Sicherlich auch demokratisch wurden die folgenden Projekte im Rat behandelt, die aber leider nur als Kostentreiber in die Stadthistorie eingehen werden: Küppersmühle, Kamerabahn an der Regattastrecke, die Treppe am Innenhafen, das Thema Landesarchiv, Bebauung des Loveparade-Geländes. Rainer Konschak