Psychisch gestörter Mann steht für Attacken vor Gericht

Weil er mehrfach Personen attackiert haben soll, steht ein 35-jähriger Duisburger seit gestern vor dem Landgericht. Ziel des so genannten Sicherungsverfahrens ist die dauerhafte Unterbringung des psychisch schwer erkrankten Mannes in der Psychiatrie.

In schuldunfähigem Zustand soll der Beschuldigte, der unter chronischer paranoider Schizophrenie leidet, mehrere Gewalttaten begangen haben. Zunächst soll er am 13. September 2014 seine Großmutter geschlagen haben, weil die ihm kein Geld gab. Am 16. Oktober 2014 soll er in einem Asia-Imbiss in Homberg Essen bestellt haben, dann überraschend zwei Angestellte mit Pfefferspray angesprüht und einen der Männer mit einem Messer verletzt haben. Zuletzt soll er am 18. Januar einen Mitgefangenen in der Justizvollzugsanstalt Hamborn mit einem Messer bedroht haben, damit der ihm Kaffee bringe. Das brachte dem 35-Jährigen die Verlegung in eine psychiatrische Einrichtung ein.

Erschwert wird der Prozess durch die mangelnde Kooperationsbereitschaft des offenbar völlig in seinen Wahnideen gefangenen Beschuldigten. Der besteht darauf, als Frau angesprochen zu werden, redet von sich selbst als „Vanessa, der Göttin von Duisburg“ und drohte dem Gericht gestern mit schweren Konsequenzen, falls er in eine Anstalt gesperrt werde. „Nicht einmal der allerhöchste Richter kann mir etwas anhaben.“ Zwischenzeitlich drehte sich der 35-jährige Angeklagte zur Wand des Sitzungssaales und verweigerte jedes weitere Gespräch mit den Juristen, einschließlich seiner Verteidigerin.

Für das Verfahren sind bis Mitte Juli drei weitere Verhandlungstage geplant.