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Pegida-Demo in Duisburg - Ein Drittel waren gewaltbereite Hooligans

26.01.2015 | 21:16 Uhr
Am Duisburger Hauptbahnhof haben sich laut Polizei 900 Gegendemonstranten versammelt.Foto: Stephan Eickershoff / FUNKE Foto Services

Duisburg/Düsseldorf.  Der Pegida-Protest in NRW ebbt offenbar schon ab, der Gegenprotest in Duisburg und Düsseldorf aber auch. In Duisburg gab es zudem Drohungen gegen ein Fernsehteam des WDR. Eine Chronik des Abends.

Die Pegida-Bewegung und ihre Ableger gehen erneut in NRW auf die Straße. Zum zweiten Mal marschiert Pegida in Duisburg auf, in Düsseldorf gehen in dieser Woche zum vierten Mal in Folge auf die Straße. In beiden Städten versammeln sich zudem Protestler, die ein Zeichen gegen die von Rechtsextremen und gewalttätigen Hooligans unterwanderte Bewegung setzen wollen. Wir berichten im Liveticker von den Demonstrationszügen in Duisburg und Düsseldorf.

21.46 Uhr: Mit dieser Zusammenfassung unserer Kollegen aus Duisburger Sicht beenden wir unseren Liveticker aus Duisburg und Düsseldorf und wünschen einen angenehmen Restabend.

Kommentar
Nicht gegen Pegida auf die Straße zu gehen ist falsch

Duisburger „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage“ will nicht jede Woche gegen Pegida auf die Straße gehen. Das ist die falsche Entscheidung.

21.35 Uhr, Duisburg: Die Entscheidung von DGB und Kirchen, die sich im "Bündnis für Toleranz und Zivilcourage" engagieren, nicht auf die Straße zu gehen, wird in der Stadt kritisiert. Ein Kommentar unserer Kollegin:

21.30 Uhr, Düsseldorf: Zwei der Dügida-Anhänger wurden zwischenzeitlich ins Gewahrsam genommen. Nach Angaben der Polizei hatte einer den Hitlergruß gezeigt, ein anderer das verbotene „Horst-Wessel-Lied“ angestimmt.

21.25 Uhr, Düsseldorf: In Düsseldorf waren heute wieder mehr als 1000 Polizisten im Einsatz – das sind pro Dügida-Teilnehmer zehn Beamte. „Wir dürfen nicht nachlassen, denn das Konfliktpotenzial bleibt“, sagte Polizeipräsident Norbert Wesseler gegenüber unserem Reporter, während er sich – wie schon in  den Wochen zuvor – ein Bild vor Ort machte.

21.19 Uhr, Duisburg: Die Duisburger Polizei zieht ein insgesamt friedliches Fazit: Bei Kontrollen an den Sperrstellen stellten die Beamten jedoch einen Elektroschocker, Knallkörper und zweimal Pfefferspray aus beiden Lagern sicher und erteilten drei Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Außerdem verhängte die Polizei zwei Strafanzeigen wegen Widerstand und Nötigung.

Die Polizei stellte die Kutte sicher und schrieb eine Strafanzeige.Foto: Polizei Duisburg

An einer Sperrstelle an der Tonhallenstraße zeigte sich eine Frau mit einer Rockerkutte und der Aufschrift "Bandida". Die Kutte stellten die Beamten sicher und schrieben eine Strafanzeige. Duisburgs Polizeipräsidentin Bartels zeigte sich erstaunt über den Pegida-Zustrom aus anderen Städten: "Mit der Teilnahme der Nazi-Kameradschaft Aachener Land und zahlreicher Rechter aus Dortmund ist die Duisburger Pegida-Demonstration heute stark rechtsradikal dominiert gewesen."

21.15 Uhr, Düsseldorf: Zum Abschluss der Dügida-Demo in Düsseldorf erklingt die Nationalhymne. Es singen aber nicht viele mit.

21.09 Uhr, Düsseldorf: Nun neigt es sich auch in Düsseldorf dem Ende zu: Die Fahnen sind eingerollt, die Dügida-Demonstranten werden in den Bahnhof gebracht.

21.05 Uhr, Duisburg: Auch die Polizei rückt jetzt sukzessive aus Duisburg ab.

21.03 Uhr, Duisburg: In Duisburg ist wieder Ruhe eingekehrt, nun hat die Polizei auch die Saarstraße/Mercatorstraße wieder für den Verkehr freigegeben.

21.01 Uhr, Düsseldorf: Die Dügida-Demonstranten haben sich diese Woche an polizeiliche Auflagen gehalten, berichtet unsere Reporterin in Düsseldorf. Verfassungsfeindliche Parolen waren nicht zu hören.

Angeblicher Eierwurf auf Dügida-Demonstranten

20.55 Uhr, Düsseldorf: An der Graf-Adolf-Straße hat es gerade einen kleinen Zwischenfall gegeben. Bei Twitter hieß es, ein türkischer Süßwarenladen sei angegriffen worden. Dem war aber wohl nicht so. Eine Frau habe vor dem Laden gestanden und die Dügida-Demonstranten laut Organisatorin Dittmer mit Eiern beworfen.

Der Demo-Zug hielt daraufhin vor dem Laden, um Anzeige gegen die Ladeninhaber zu erstatten. Eine Person wurde in Gewahrsam genommen, so die Polizei. Die Geschäftsleute entlang der Graf-Adolf-Straße hatten sich im Vorfeld der Demo über die geschäftsschädige Störung durch Dügida beschwert.

Das sind die Räume der Rechtsanwältin an der Graf-Adolf-Straße.Foto: Dagmar Hornung

20.44 Uhr, Düsseldorf: Dügida ist gerade dort angelangt, wo bei der letzten Demo Wasser auf die Demonstranten geschüttet wurde. Vor dem Balkon ist nun eine Kundgebung. Es ist der von Rechtsanwältin Gülşen Çelebi, sie hatte im Namen der Geschäftsleute an der Graf-Adolf-Straße mit einem offenen Brief gefordert, eine andere Demo-Route zu wählen

20.41 Uhr, Duisburg: In dieser Fotostrecke haben wir die Ereignisse rund um die Pegida-Demo und die Gegenproteste zusammengefasst: Pegida-Demo in Duisburg

20.36, Duisburg: Die Pegida-Demo in Duisburg ist jetzt offiziell beendet. Die Polizei bestätigt noch einmal die Teilnehmerzahlen. Bei Pegida waren es 300 Teilnehmer, auf Seite der Gegendemo 950 Teilnehmer.

20.35 Uhr, Düsseldorf: Übrigens: Die Pegida in Dresden hat sich von der Dügida und auch von Kögida in Köln distanziert. Nach Angaben des Verfassungsschutzes sind die Demos in Köln und Düsseldorf nicht nur von Rechtsextremisten gesteuert, auch ein erheblicher Teil der Demonstranten kam bislang aus der rechtsextremen Szene.

20.30 Uhr, Düsseldorf: Dügida ist jetzt wieder auf dem Weg zurück zum Hauptbahnhof. Offiziell hat Melanie Dittmer die Kundgebung in Düsseldorf bis 22 Uhr angemeldet.

20.28 Uhr, Duisburg: Während bei der Gegendemo arabische Musik gespielt wird, ist bei Pegida gegenüber noch offenes Mikro.

20.26 Uhr, Duisburg: Die Abreise der Pegida-Anhänger sollte sich unproblematisch gestalten. Am Duisburger Hauptbahnhof sind bis auf eine Ausnahme (ein ICE) alle Züge pünktlich.

20.25 Uhr: Ein kurzer Blick über Düsseldorf und Duisburg hinaus: In Paderborn versammelten sich heute 1000 Menschen zu einer "Menschenkette für religiöse Vielfalt und Toleranz".

20.23 Uhr, Duisburg: Noch einmal kurz zurück zu den "Zwischenfällen" innerhalb der Pegida-Demo. Bei der Pegida-Demo sind 300 Menschen mitgelaufen. Etwa ein Drittel davon rechnet die Polizei der gewaltbereiten Hooligan-Szene zu.

Pegida-Demo in Duisburg

20.20 Uhr, Düsseldorf: Dügida macht sich jetzt auf den Rückweg über die Graf-Adolf-Straße zum Bahnhof. An jeder Kreuzung hatten sich Gegendemonstranten versammelt, die Zusammentreffen verliefen aber eher friedlich.

20.16 Uhr, Duisburg. Zum Abschluss der Pegida-Demo spricht jetzt noch einmal Sebastian Nobile. Er verurteilte die Antifa-diskriminierenden Rufe während der Demo und den Versuch, die Israel-Flagge, mit der der Kundgebungswagen geschmückt ist, abzureißen: Wer so etwas tut, der soll zu Dügida nach Düsseldorf gehen."

20.10 Uhr, Duisburg. Die Antifa hat ihre Kundgebung an der Düsseldorfer Straße jetzt offiziell beendet.

Polizei trennt Pegida und Gegendemo mit zwei massiven Polizei-Ketten

20.07 Uhr, Duisburg: Die Pegida-Demo biegt jetzt wieder auf den Portsmouth-Platz ab. Zwei massive Polizei-Ketten trennen die Pegida-Leute und die Gegendemonstranten. Auf der Strecke gab es nach ersten Informationen keine Zwischenfälle.

20.02 Uhr, Duisburg: Wenn die Kameraleute von WDR und RTL, die den Pegida-Umzug begleiten, die Kamera schultern, blenden die Pegida-Leute sie mit starken Taschenlampen. Dann folgen Sprechchöre "Lügenpresse, auf die Fresse."

19.55 Uhr, Duisburg: Letzter Stand der Polizei: In Duisburg sind es rund 300 Pegida-Demonstranten, die nun unterwegs sind. Mit "Wir sind das Volk" und "Deutschland-Hooligans"-Rufen ziehen sie durch die Straßen. Währenddessen ist am Hauptbahnhof weiter die Musik der Gegendemo zu hören.

19.53 Uhr, Düsseldorf: Die Polizei in Düsseldorf spricht derzeit von 110-120 Dügida-Demonstranten, die Gegendemonstranten sprechen nur von 60-80 Leuten. Auf der Gegenseite sind etwa 700-800 Menschen mobil, die größte Ansammlung davon mit etwa 500 Teilnehmern am DGB-Haus.

Es hat bisher nur kleinere Zwischenfälle gegeben, bei denen Linksautonome versucht haben, Straßensperren zu durchbrechen. Die Polizei hatte die Situationen nach eigenen Angaben aber immer schnell im Griff.

19.47 Uhr, Duisburg: Die Pegida-Demo geht jetzt los. Die Teilnehmer ziehen über die Mercator-, Wittekind-, Fürsten-, Günther-, Hohe Straße zurück über die Friedrich-Wilhelm-Straße zum Bahnhofsvorplatz.

19.43 Uhr, Düsseldorf: Dügida setzt sich jeden Moment in Bewegung. Die Zahl der Gegendemonstranten kann die Düsseldorfer Polizei nicht richtig einschätzen - es heißt nur, mehrere hundert Menschen seien gegen Dügida auf der Straße.

19.40 Uhr, Duisburg: Jetzt singt Pegida "Die Gedanken sind frei", danach geht der "Spaziergang" los. Die Polizisten an der Wegstrecke haben ihre Helme bereits aufgesetzt.

19.36 Uhr, Duisburg: Die Pegida hat auf ihrer Bühne gerade den PPP, den Pegida-Pressepreis verliehen. Gewonnen hat ihn der WDR, knapp vor der WAZ.

Kommentare
26.01.2015
20:36
Pegida-Demonstranten in Duisburg bedrohen Journalisten
von Moderation | #16

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Pegida-Demo in Duisburg - Ein Drittel waren gewaltbereite Hooligans
Pegida-Demo in Duisburg - Ein Drittel waren gewaltbereite Hooligans
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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/protest-gegen-pegida-und-duegida-aufmaersche-in-duisburg-und-duesseldorf-id10275706.html
2015-01-26 21:16
Pegida,Dügida,Duisburg,Düsseldorf,Extremismus,Islam,
Duisburg