Das aktuelle Wetter Duisburg 10°C
Datenklau bei Lady Gaga

Promi-Hacker stehen in Duisburg vor Gericht

16.06.2011 | 08:43 Uhr
Promi-Hacker stehen in Duisburg vor Gericht
Prozessauftakt am Landgericht Duisburg: Dort stehen zwei Hacker (links und vorne rechts) aus Duisburg und Wesel vor Gericht. Der 18- und der 23-Jährige sollen Superstars wie Lady Gaga erpresst haben. Fotos: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool

Duisburg.   Mit bisher unveröffentlichten Songs von Künstlern wie Lady Gaga wollten zwei Computerhacker aus Duisburg (18) und Wesel (23) Kasse machen. Ab heute stehen sie dafür in Duisburg vor Gericht.

Die beiden Promi-Hacker sollen für die Songs der Superstars etwa 15.000 Euro kassiert haben.

Am Amtsgericht Duisburg beginnt heute ein Prozess gegen zwei mutmaßliche Computerhacker, die unveröffentlichte Musiktitel von Stars wie Lady Gaga oder Mariah Carey im Internet angeboten und verkauft haben sollen. Den Männern aus Duisburg (18) und Wesel (23) werden insgesamt 130 Verstöße gegen das Urheberrechtsgesetz und 98 Fälle des Ausspähens von Daten vorgeworfen. Die beiden Angeklagten haben die Taten weitgehend gestanden.

Zwischen 2009 und 2010 sollen sich die jungen Männer mit Hilfe von Trojanern – das sind spezielle Computerprogramme zum Ausspionieren von fremden Rechnern – Zugriff auf Computer und E-Mailadressen der Musikindustrie verschafft haben. Dabei spähten sie unveröffentlichte Lieder aus und boten sie danach zum Verkauf an. Betroffen waren den Angaben zufolge Songs von Lady Gaga, Mariah Carey, Leona Lewis und Kesha. Die Verkaufserlöse sollen mehr als 15 000 Euro betragen haben.

Sängerin Kesha mit Privatfotos erpresst

Hacker vor Gericht

Einem der Männer wird zudem vorgeworfen, die Sängerin Kesha mit privaten Fotos erpresst zu haben . Die Bilddateien wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Computer der US-amerikanischen Popsängerin heruntergeladen. Dann wurde mit einer Veröffentlichung gedroht. Statt Geld forderte der Beschuldigte ein sogenanntes Shoutout . Dabei handelt es sich um die Aufnahme einer Empfehlung der Künstlerin, mit der der Hacker seinen Bekanntheitsgrad in der Szene steigern wollte. (dapd)

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
16.06.2011
15:37
Promi-Hacker stehen in Duisburg vor Gericht
von der_Optimist | #5

An #4: Ich stimme zu, das verwundert mich auch und ich glaube langsam wirklich, dass es bei Wirtschaftsdelikten viel höhere Strafmaße gibt als bei den noch so brutalsten Körperverletzungen.

16.06.2011
13:42
Promi-Hacker stehen in Duisburg vor Gericht
von schranzbaum | #4

unfassbar. da bekommt einer von denen 18 monate ohne bewährung für solch einen firlefanz und andere gehen mit 6 monate auf bewährung nach hause, die mehrfach leute geschlagen und verletzt haben. wo bleibt da die gerechtigkeit.

gestern bei aktenzeichen wurde von einem gelösten fall gesprochen, wo einer der beiden täter für einen mord/totschlag 7 jahre bekommen hat. also ist ein toter ca. 4,5 mal soviel wert, wie ein paar geklaute songs?

ich fass es alles nicht mehr.

16.06.2011
13:41
Promi-Hacker stehen in Duisburg vor Gericht
von Pit01 | #3

Beide sind heute verknackt worden. Der Weseler mit Bewährung, der Duisburger ohne. Quelle: WDR2 Nachrichten.

16.06.2011
11:31
Promi-Hacker stehen in Duisburg vor Gericht
von Melete | #2

... mit der der Hacker seinen Bekanntheitsgrad in der Szene steigern wollte.

Geldgier, Eitelkeit und Großmannssucht unter dem Deckmantel des heroischen Kampfes für die Freiheit des Internets.

16.06.2011
11:18
Blockierter Kommentar.
von Zebra1982 | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/4769413/create

Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Aktuelle Fotos und Videos
Schützenfest in Großenbaum
Bildgalerie
Schützenfest
Kanu Worldcup
Bildgalerie
Wassersport
Rheinwoche in Ruhrort
Bildgalerie
Regatta
Aus dem Ressort
SPD attackiert Lensdorf - „Faule Eier“ als Wahlgeschenk
Politik
„Mit faulen Eiern“ als Geschenk ziehen zur Zeit die CDU und deren Bürgermeister Lensdorf nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Herbert Mettler durch die Stadt. Grund für diesen Vorwurf: die CDU verspreche die Rücknahme von Sparvorschlägen, ohne zu sagen, woher das Geld kommen soll.
Toter Bandido - Keine Spur nach Duisburg
Rockerbanden
Im Fall des in Bottrop am Dienstag erschossenen Mitglieds der Rocker-Gruppe Bandidos gibt es nach Auskunft der Polizei keinen Hinweis auf eine Verbindung nach Duisburg. Das erklärte Polizeisprecher Stefan Hausch auf Anfrage.