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Computerspiele

Programmierer entwickeln in Mülheim Sci-Fi-Strategiespiel "Novacore"

30.03.2011 | 16:54 Uhr

Duisburg/Mülheim.   Ihre Vorbilder sind Star Wars und Star Trek: Andre Overhagen und Peter Seydel entwickeln in Mülheim das Sci-Fi-Strategiespiel "Novacore". Damit haben sie bereits den Existenzgründer-Wettbewerb "Start Up-Duisburg 2008" gewonnen.

Schwerbewaffnete Raumschiffe, unerforschte Sonnensysteme, zu besiedelnde Planeten, Menschen und Maschinenvölker: Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt, entfalten sich in den Weiten des Weltalls Galaxien, in denen die verschiedenen Rassen um ihr Überleben und die Hoheit über den Kosmos kämpfen. Science Fiction in Reinnatur.

Inspiriert von den großen Vorbildern Star Wars, Star Trek oder Kampfschiff Galactica haben Andre Overhagen und Peter Seydel ihr Hobby zum Beruf gemacht. Die Computerexperten und leidenschaftlichen Zocker entwickeln in Mülheim Sci-Fi-Strategiespiele. Das Projekt „Novacore“ wurde im April 2009 als Universitäts-Ausgründung begonnen.

Demoversion überzeugte auf der Gamescom

Beide Gründer haben Ende 2008 einen Abschluss als Diplom-Informatiker an der Uni Duisburg-Essen erlangt. Zudem schlossen sie parallel zum Studium den Lehrgang Small-Business-Management erfolgreich ab. Beim Existenzgründer-Wettbewerb „Start Up-Duisburg 2008“ gewann das Projekt Platz drei unter zahlreichen eingereichten Unternehmens-Konzepten.

Nach Abschluss des Studiums der Angewandten Informatik bewarben sich Andre Overhagen und Peter Seydel für das Exist-Gründerstipendium für Existenzgründungen aus der Wissenschaft heraus. Im Frühjahr 2009 erhielt das Projekt schließlich die lang ersehnte Bewilligung und wurde von April 2009 an für die Dauer eines Jahres finanziell gefördert.

„Für uns war schon während des Studiums klar, dass wir in der Computerspiele-Branche arbeiten wollen. Die einzige Frage, die sich gestellt hat, war, ob wir als Angestellte irgendwo arbeiten oder uns selbstständig machen“, sagt Peter Seydel. Momentan arbeiten die beiden 30-Jährigen zusammen mit drei Angestellten am Prototyp ihres ersten Computerspiels. Im August 2010 haben sie mit der Demoversion auf der Computer-Spielemesse Gamescom in Köln überzeugt.

„Ein Verleger hat unser Produkt gekauft und finanziert uns nun unser Equipment. Bei der nächsten Gamescom im August 2011 soll das Spiel weitestgehend fertig sein und präsentiert werden“, sagt Andre Overhagen.

Neue Republik oder galaktisches Imperium

Die Bürowände der jungen Unternehmer in Mülheim sind noch recht kahl, aber das Wesentliche steht und funktioniert. Der Arbeitsprozess erinnert an Fließbandarbeit. Am ersten Rechner entwickelt ein Mitarbeiter die Einzelteile der Raumschiffe, danach setzt ein Grafiker die Einzelteile zu einem futuristischen Ganzen zusammen. Wenige Schritte weiter wird die passende Musik zum Spiel entwickelt. Overhagen und Seydel setzen die Einzelstücke dann zu einem Sci-Fi-Strategiespiel zusammen.

Die Begeisterung ist den beiden förmlich anzusehen, wenn sie von ihrem Produkt sprechen: „Die Geschichte spielt in einem Universum in ferner Zukunft. Ziel ist es, die Führung eines von drei Völkern mit individuellen Stärken und Schwächen zu erlangen und auf den Trümmern längst vergangener Reiche eine neue Republik oder ein galaktisches Imperium zu erreichten.“

Es gehe aber nicht nur um wilde Weltraumschlachten, sondern auch um ökonomische Rationalität. „Wirtschaft und Ressourcen-Management fordern eine gute Übersicht und Geschick im Umgang mit Kolonien und Handelspartnern. Aber auch Forschung und Entwicklung stehen im Fokus des Spiels. Nur wer die unterschiedlichen Bereiche des Spiels richtig zu vereinen weiß und sein Imperium auf einem ausgewogenen Fundament aufbaut, wird nachhaltig Erfolg und Ruhm für sich beanspruchen können“, erklärt Seydel.

Sinan Sat

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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