Profit für Umwelt und Kasse
28.01.2010 | 16:54 Uhr 2010-01-28T16:54:00+0100Die Umwelt profitiert, die Firma auch – gestern zogen 14 Unternehmen Bilanz nach einem halben Jahr mit „Ökoprofit”.
Das Projekt unterstützt kleine und mittlere Betriebe bei der Senkung von Betriebskosten durch Umweltschutzmaßnahmen.
14 000 solcher Unternehmen gibt es in Duisburg, und sie stoßen Jahr für Jahr bis zu 110 000 Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) aus, erläuterte Duisburgs Umweltdezernent Dr. Peter Greulich gestern im Unternehmerhaus in Buchholz. Ziel sei, den Ausstoß um 15 Prozent zu senken.
Und die Unternehmen sind schon munter dabei. Chemiekalienproduzent und -händler Bernd Kraft, mit 60 Mitarbeitern in Neumühl ansässig, hat 28 Ideen umgesetzt, um bei Heizung, Strom- und Wasserverbrauch zu sparen. Andere Leuchtmittel, geringere Durchflussmengen, Mitarbeiter-Schulungen im richtigen Lüften waren einige der umgesetzten Maßnahmen. Eine Zwischenbilanz: Der Ersatz von Halogenstrahlern durch LED spart gut eine Tonne CO2 im Jahr und 290 Euro Stromkosten. Die Investition hat sich nach einem Jahr amortisiert.
DK Recycling (früher Kupferhütte) in Hochfeld ist mit über 270 Mitarbeitern deutlich größer. Produziert werden jährlich 300 000 Tonnen Roheisen aus industriellen Reststoffen. Dort hat man sich die Nutzung der Hochofen-Abwärme vorgenommen, aber auch die Treppenhaus-Beleuchtung mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet. 30 000 Euro wurden in die Verringerung der Leerlaufzeiten von Druckluftkompressoren investiert, wodurch jährlich 11 000 Euro und 120 Tonnen CO2 eingespart werden.
Beim Lebensmittel-Hersteller Esca in Rheinhausen konnte man durch eine Verfahrensverbesserung wöchentlich 400 Kubikmeter Wasser sparen – das reduzierte die Rechnung um jährlich 25 000 Euro.
Bessere Mülltrennung, Müllvermeidung, technische Erneuerung – die Liste der Maßnahmen in den 14 Betrieben ließe sich nach Belieben fortsetzen. Sie umfasst größere Investition wie Errichtung eine Blockheizkraftwerkes ebenso wie den Einbau wassersparender Perlatoren in Wasserhähne. Stets stand auch die Sensibilisierung und Motivation der Mitarbeiter im Mittelpunkt.

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