Premierenvortrag für den Duisburger Kripo-Leiter

Luden zum Vortrag über die Kriminalitätsstatistik (v.l.) ein: Polizeisprecher Ramon van der Maat, Kripo-Leiter Dieter Kretzer und Josip Sosic (VHS).
Luden zum Vortrag über die Kriminalitätsstatistik (v.l.) ein: Polizeisprecher Ramon van der Maat, Kripo-Leiter Dieter Kretzer und Josip Sosic (VHS).
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Erster öffentlicher Vortrag zur Duisburger Kriminalitätsstatistik 2014: Kripo-Leiter beantwortete die Fragen von allerdings nur wenigen Teilnehmern.

Duisburg.. Gutes Angebot, kaum Resonanz – zusammen mit der Volkshochschule hatte die Polizei erstmals zu einem Vortrag über die kürzlich veröffentlichte Kriminalitätsstatistik 2014 eingeladen. Trotz des geringen Zuspruchs ist eine Wiederholung im nächsten Jahr nicht ausgeschlossen.

Die Zahlen, die die Polizei in diesem Monat veröffentlicht hat, zeigen, wie bereits berichtet, einen positiven Trend. Es gab weniger Straftaten, dazu wurden mehr Fälle aufgeklärt als in den Vorjahren. Dieter Kretzer, Leiter der Duisburger Kripo, nahm sich in der Volkshochschule 90 Minuten Zeit, um die Hintergründe zu den Entwicklungen zu erklären. Er referierte unter anderem über Altersstruktur der Täter, über deren sozialen Hintergrund sowie über die Präventionsarbeit bei Einbrüchen.

Wiederholung im kommenden Frühjahr möglich

Fragen waren dabei erwünscht. Die Zuhörer wollten wissen, wie viele Täter rückfällig werden und was die Beweggründe dafür sind. „Wir haben Konzepte für Intensivtäter. Bei vielen ist es eine Episode, die häufig mit dem 25. Lebensjahr endet“, erklärte Kretzer.

Er verwies auch darauf, dass die Zahl der Diebstähle zurückgegangen sei, während die Beamten immer mehr mit Vermögens- und Fälschungsdelikten zu kämpfen haben. „Der Computer ist dort das Instrument“, so Kretzer. Doch wo sind die Täter schwieriger zu ermitteln? Beim Betrug oder beim Diebstahl? „Beim Betrug gibt es eine gute Aufklärungsquote. Gerade, wenn er sich im Netz abspielt. Das Internet vergisst nie“, führte der Experte aus, der sich auch für die wenigen Gesprächsteilnehmer viel Zeit nahm.

Trotz des geringen Zuspruchs ist eine Wiederholung der Veranstaltung im kommenden Frühjahr möglich. „Wir lassen das sacken. Das Angebot war, größtmögliche Transparenz zu zeigen“, so Polizeisprecher Ramon van der Maat. „Diesmal haben wir die Veranstaltung relativ kurzfristig beworben. Vielleicht sollten wir das Gespräch schon in unserem Jahresprogramm veröffentlichen“, ergänzte VHS-Sprecher Josip Sosic.