Preiswürdige Kunst von Schülern

Mit ihrer Arbeit „Anpassung und Wagnis“ überzeugten die Gymnasiasten aus Frankenthal die Jury.
Mit ihrer Arbeit „Anpassung und Wagnis“ überzeugten die Gymnasiasten aus Frankenthal die Jury.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Den Wettbewerb „Jugend interpretiert Kunst“ gewinnen diesmal Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums in Frankenthal in der Pfalz.

Duisburg.. Hochspannung bei mehr als 450 Schülern aus 20 Klassen in ganz Deutschland am Donnerstagabend im Museum Küppersmühle: Ging es doch um den Sieg im Wettbewerb „Jugend interpretiert Kunst“. Jubeln konnten dann die Gewinner aus Frankenthal in der Pfalz, Herrenberg bei Böblingen und Trier.

Die Jury, der die Künstler Anthony Cragg und Abraham David Christian sowie Susanne Kleine von der Bundeskunsthalle Bonn, Markus Langer von Evonik, Werbeagenturchef Coordt von Mannstein, Museumschef Walter Smerling und Sammlerin Sylvia Ströher angehörten, verlieh den mit 5000 Euro dotierten 1. Preis an das Albert-Einstein-Gymnasium in Frankenthal. Die Schüler haben sich in der Arbeit „Anpassung und Wagnis“ mit K.O. Götz auseinander gesetzt. Es handele sich um eine „bemerkenswert geschlossene Gesamtkomposition, die malerische Antworten auf einen erlebten Raum gibt“. Die Arbeit, die unterschiedliche Medien nutzt, vermittle dem Betrachter die Vorgehensweise und mache die Entstehung nachvollziehbar. Die „Anpassung“ bestehe in der Auseinandersetzung mit dem Vorhandenen, das „Wagnis“ in „seiner intelligenten Transformation“. Der Anspruch der Schüler, sich mit der Arbeitsweise der im MKM präsentierten Künstler vertraut zu machen und individuelle Handschriften in ein harmonisches Ganzes zu überführen, sei überzeugend eingelöst worden.

2. Preis an Andreae Gymnasiums aus Herrenberg

Für ihre Installation „Mefac“ (kurz für „Mediaface“) erhielten die Schüler des Andreae Gymnasiums aus Herrenberg den mit 2000 Euro dotierten 2. Preis. Darin geht es um das Beziehungsgeflecht zwischen Medienmacht und Individuum, Wahrheit und Wirklichkeit. Die Schüler haben sich von Bernard Schultzes „Migofs“ anregen lassen, diese in den 60er Jahren entstandenen Plastiken fremder Wesen. Der Beitrag reflektiere die Rolle der Medien als „vierte Gewalt“ und einer Art fremder Macht. Sie fragen nach der Verantwortung der Medien, aber auch nach der des Einzelnen.

Der 3. Preis (1000 Euro) geht an das Angela Merici Gymnasium, Trier, für den Beitrag „Zeit“. Er besteche durch „die intelligente malerische Auseinandersetzung mit Anselm Kiefer, Hanne Darboven, Gerhard Richter und weiteren im MKM präsentierten Künstlern“. Die Schüler verbinden ihre Herkunft aus einer geschichtsträchtigen Stadt mit der Jetzt-Zeit.

Unter den 20 Schulen, die jeweils für die Teilnahme ausgelost werden, ist diesmal auch das Duisburger das Franz-Haniel-Gymnasium. Die Arbeit „Schubladen denken“ ist mit allen anderen Beiträgen bis zum 8. Februar im Museum Küppersmühle zu sehen.