Possenspiel oder Husarenstück?

War das ein Husarenstück oder ist das der Komödienstadl? Was da rund ums Theater am Marientor geschieht, geht wohl auch als Possenspiel durch. Vor allem ist der Weiterverkauf eine tiefe Schmach für die Politik und den Gebag-Vorstand. Mit dem Düsseldorfer Musical-Betreiber hatten Rat und Stadttochter nach jahrelangen Verkaufsbemühungen geglaubt, endlich jemanden gefunden zu haben, der das Theater in ihrem Sinne weiterführt. Und obwohl die Autark-Gruppe und DeMarco schon damals mehr geboten hatten, schenkte man nicht ihnen das Vertrauen, sondern den Düsseldorfern. Sollten diese womöglich nur die Strohmänner gewesen sein? War es ein abgekartetes Spiel, ein tollkühnes Husarenstück? Oder war das TaM für die Musical-Entertainer nur ein Spekulationsobjekt? Offenbar ging es ihnen nur ums schnelle Geld: Dass sie an dem Deal ordentlich verdient haben, geben die Düsseldorfer ja wenigstens zu.

Jetzt liegt die Zukunft des Theaters in den Händen einer Duisburgerin, die eine Kapitalgesellschaft fernab kultureller Interessen führt, und eines Wieners, der seit Jahren mit Herzblut für die Umsetzung seiner Musical-Idee kämpft. Mögen die Beiden im Sinne des TaM und der Stadt doch bitte erfolgreich sein!