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Popolski-Duo liebt den Jazz

26.01.2013 | 00:27 Uhr

Für Daniel Basso und Mirko van Stiphaut gab es bereits ein Leben vor den Popolskis. Lange vor dem Siegeszug des berühmten Ensembles hatten sich deren Gründer einen guten Namen als Duo in der jungen Jazz- und Rock-Szene gemacht. Vor vielen Freunden stellten die beiden Duisburger im Steinbruch das neue Programm ihrer „Aftershow“ vor.

Die sympathischen Vollblutmusiker bewegten sich mit viel Feingefühl souverän zwischen Funk, Soul, Pop und Jazz. Und dabei erhielten auch schon etwas graumelierte Cover-Songs neuen Charme. Zum Auftakt präsentierten die immer noch jugendlich wirkenden Allrounder, die ihren ersten Auftritt vor genau 20 Jahren unter dem Namen „Just the two of us“ hier im Steinbruch hatten, passend zum winterlichen Frostwetter den multiinstrumentalen Opener „Snow“, der auch schon damals zum Programm gehörte.

Weiter ging es mit rockigen Songs und Balladen, stimmungsvoll gesungen von Daniel Basso, auf dessen sanftes Trompetenspiel man sich immer wieder freuen darf, und vielseitig inszeniert von Gitarrist Mirko van Stiphaut, der wieder einmal die locker plaudernde Stimmungskanone gab. Daniel Basso folgte dann mit „Get Off“ am Keyboard und als Scat-Sänger den Spuren seines Idols Prince. Wie der rhythmisch versierte Musiker dem speziellen Soul des amerikanischen Superstars eine neue Stimme gab, dies war auf jeden Fall große Kunst.

Wie schon in den vergangenen Jahren, bewies dann Basso wiederum seine Kunst als Pfeifer von bekannten Western-Melodien und des markanten Titels von „Miss Marple“. Ansonsten wäre Mirko van Stiphaut mit seiner scharfen Blues-Gitarre auch ein Kandidat für die große Konzert-Bühne eines Rock-Festivals. Wo sein feiner Humor jedoch wahrscheinlich akustisch untergehen würde. Viel Applaus für zwei bescheidene, aber hoch unterhaltsame Stars der Club-Szene, die in ihren „neuen“ Programmen stets die Songs der Vorjahre wieder mit einzubauen. Wiederhören macht Freude.

Thomas Becker



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