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Pollini erhält Preis für sein Lebenswerk

08.06.2008 | 17:55 Uhr

Italienischer Star-Pianist beim Klavier-Fest in der Mercatorhalle mit Chopin-Werken

Maurizio Pollini ist in der Mercatorhalle zu Gast.

Was Maurizio Pollini, Star des Klavier-Festivals Ruhr 2008, bei seinem Konzert am 23. Juni in Duisburg spielen würde, darüber konnte bisher nur spekuliert werden.

Doch wie der charismatische und kompromisslose Musiker jetzt bekannt gab, stehen von Fre?de?ric Chopin unter anderem die Pre?lude cis-Moll op. 45 und die vier Mazurkas op. 33 sowie Claude Debussys "Pre?ludes" auf seinem Programm.

Der italienische Ausnahme-Pianist wird bei diesem spektakulären Konzert in der Mercatorhalle (20 Uhr) den Preis des Klavier-Festivals Ruhr für sein Lebenswerk entgegennehmen. Womit sich Pollini auf hohem und traditionsreichen Niveau bewegt. Festival-Sprecherin Anke Demirsoy: "Zu den bisherigen Preisträgern gehörten Marga Argerich, Chick Corea, Pierre Boulez und Alfred Brendel."

Seit Maurizio Pollini 1960 den Chopin-Wettbewerb in Warschau gewann, stufte ihn die Kritik in technischer Hinsicht immer wieder als weltweit konkurrenzlos ein. Die Klaviermusik des 20. Jahrhunderts und der Avantgarde steht in Pollinis Konzerten gleichrangig neben der Tradition.

Am Donnerstag, 19. Juni, wird sich im Konzert in der Gebläsehalle im Landschaftspark eine Mutter mit ihrem Sohn vorstellen. Die Pianistin Elena Bashkirova wird mit dem Cellisten der Staatskapelle Berlin, Timothy Park, zu erleben sein. In das "Abenteuer Schubert", mit unter anderem der Sonatine für Violine und Klavier und der Sonate G-Dur, wird sich an diesem Abend weiterhin der Geiger Michael Barenboim, jüngster Spross des Dirigenten und Pianisten Daniel Barenboim, stürzen. Im Jahr 2000 spielte der heute 22-Jährige zum ersten Mal im West-Eastern Divan Orchestra seines Vaters. Kammermusik spielt Michael Barenboim regelmäßig beim "Jerusalem Chamber Music Festival".

Bereits einen Tag später ist mit dem Polen Krystian Zimerman ein weiterer Star des Klavier-Festivals in Duisburg zu Gast. Am Freitag, 20. Juni, 20 Uhr, wird sich ein Musiker in der Mercatorhalle vorstellen, der konsequent wie kaum ein anderer das grelle Scheinwerferlicht meidet. Der polnische Klang-Mystiker gehört vielleicht auch gerade deswegen zu den einrucksvollsten Erscheinungen unter den weltweit gefeierten Pianisten. Gerade 50 Konzertauftritte gibt er pro Jahr, seine CD-Produktionen sind rar gesät.

Krystian Zimerman pflegt sein Programm erst kurz vor dem Konzert bekannt zu geben. In der Mercatorhalle wird er Werke von Bach, Beethoven, Brahms und Szymanowski spielen. Restkarten gibt es noch für alle drei Konzerte unter der Ticket-Hotline 0180/5001812 oder unter www.klavierfestival.de.

Von Thomas Becker

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