Das aktuelle Wetter Duisburg 4°C
Rocker

Polizei verhaftet Duisburger Hells Angel in Köln

18.10.2012 | 13:34 Uhr
Polizei verhaftet Duisburger Hells Angel in Köln
Die Polizei hat in Köln einen Rocker aus Duisburg verhaftet. Der 30-Jährige, der Mitglied der Hells Angels ist, wurde wegen gefährlicher Körperverletzung per Haftbefehl gesucht.Foto: ddp

Duisburg/Köln.  Die Polizei hat ein per Haftbefehl gesuchtes Mitglied der Hells Angel in Köln festgenommen. Der 30-jährige Duisburger wurde wegen gefährlicher Körperverletzung gesucht. Die Polizei hatte 20 mehrheitlich Duisburger Rocker überprüft, weil eine Auseinandersetzung mit einer anderen Gang drohte.

Bereits am Dienstagabend wurde, wie die Pressestelle der Polizei Köln mitteilt, ein Duisburger in der Domstadt verhaftet. Gegen den 30-Jährigen lag ein Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung vor. Die Festnahme erfolgte im Rahmen einer Überprüfung von rund 20 mehrheitlich Duisburger Rockern, die sich in der Kölner Innenstadt aufhielten und zum Teil Kleidung mit Emblemen der dort verbotenen Hells Angels trugen.

Hintergrund
Warum Duisburg für Rocker wichtig ist

In Duisburg überschneiden sich die Reviere von Hells Angels und Bandidos. In Rheinhausen sind Höllenengel und der verfeindete MC Satudarah gar Nachbarn. Seit der Ermordung des Bandidos „Eschli“ und Massenschlägereien im Milieu gilt Duisburg als besonderer Konfliktpunkt. Eine Erklärung mit Rückblick.

Grund für die Überprüfung war nach Angaben der Polizei eine drohende Auseinandersetzung mit einer anderen Rockergruppe. Diese soll mit den Bandidos sympathisieren. An die Fassade eines ehemaligen Clubs in Köln, dessen Mieter ein Mitglied der Hells Angels sein soll, wurden der Schriftzug „BFFB“ gesprüht, der für „Bandidos Forever, Forever Bandidos“ steht. Das werteten die Hells Angels als Provokation. Zwischen 22 Uhr bis nach Mitternacht war die Polizei mit bis zu elf Streifenwagenbesatzungen im Einsatz, neben der Festnahme wurden einige Platzverweise erteilt.

„Wir haben die Szene im Auge und beobachten die Entwicklungen sehr genau“, erklärte der Kölner Kriminaldirektor Klaus-Stephan Becker nach dem Vorfall. Im Kampf gegen kriminelle Rocker könne man auch nach dem Verbot der Kölner Hells Angels durch NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) nicht nachlassen. Bandidos und Hells Angels sind in Duisburg nicht verboten, sie konkurrieren vor allem im Rotlichtviertel .

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7205483/create

Delfinarium schließen?
Die Grünen im Bundestag wollen die Haltung von Delfinen in Deutschland verbieten lassen ( zum Artikel ). Unter den Zoo-Vertretern und Tierschützern, die das Bundesministerium zur Überarbeitung des

Die Grünen im Bundestag wollen die Haltung von Delfinen in Deutschland verbieten lassen (zum Artikel ). Unter den Zoo-Vertretern und Tierschützern, die das Bundesministerium zur Überarbeitung des "Säugetiergutachtens" eingeladen hatte, war auch die Delfinhaltung ein Streitthema (zum Artikel ). Das Delfinarium Duisburg ist aber ein Publikumsmagnet. Was denken Sie?

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Fotos und Videos
Rockerkrieg-Diskussion
Bildgalerie
Stadtgespräch
"Luft und Liebe" in Duisburg
Bildgalerie
Elektro-Festival
Messerattacke in Duisburg
Bildgalerie
Gewalt
Luft & Liebe Festival
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Ungeklärte Vorwürfe und Drohungen gegen Delta-Mitarbeiter
Tod am Delta-Park
Vor einem Monat überwältigten Mitarbeiter des „Delta Musik Park“ den mutmaßlichen Autoknacker Abdelmajid O.. Zwei Tage später starb der 26-Jährige. Während ungeklärte Fragen den Hinterbliebenen keine Ruhe lassen, beklagt der Delta-Betreiber Mord- und Bombendrohungen. Boykottaufrufe im Internet.
Duisburger gibt Urkunde der Verkehrswacht nach Unfall zurück
Schlechtes Gewissen
Ein Autofahrer aus Duisburg hat bei der Polizei seine Urkunde für 40 Jahre unfallfreies Fahren abgegeben, nachdem er einen Unfall verursacht hatte und danach geflüchtet war. Seine Begründung: "Nach dieser Sache bin ich kein Vorbild mehr für andere Verkehrsteilnehmer..."