Polizei stellt Drogen und Waffen bei Razzia in Duisburg sicher

Polizei und Ordnungsamt haben am Freitagabend Rockertreffs in Hochfeld und Marxloh durchsucht.
Polizei und Ordnungsamt haben am Freitagabend Rockertreffs in Hochfeld und Marxloh durchsucht.
Foto: Stephan Eickershoff
Die Duisburger Polizei hat am Freitag Gaststätten in Hochfeld und Marxloh durchsucht. Waffen und Drogen wurden gefunden, es gab mehrere Festnahmen.

Duisburg.. Abendliche Razzien von Polizei und Ordnungsamt in Hochfeld und Marxloh: Mehr als 50 Beamte durchsuchten am späten Freitagabend zwei Gaststätten – zunächst eine auf der Wanheimer Straße in Hochfeld, dann einen bekannten Treffpunkt der Rockerszene auf der Kaiser-Wilhelm-Straße in Marxloh. Es kam zu einer Festnahme, zudem wurden mehrere Anzeigen erstattet.

Los ging es mit dem Großeinsatz, an dem auch Kräfte der Polizeihundertschaft beteiligt waren, um 20.45 Uhr in Hochfeld: In einer Lokalität an der Wanheimer Straße/Ecke Tersteegenstraße, die nach WAZ-Informationen erst vor einer Woche ihre Konzession erhalten hatte, schlugen die Einsatzkräfte zuerst zu. Der Polizei lagen laut Polizeisprecher Ramon van der Maat Hinweise vor, dass dort ein Drogenumschlagplatz sei.

Besucher wurde per Haftbefehl gesucht

Die Polizei traf 18 Personen an. Bei einem Besucher fanden die Beamten geringe Mengen Marihuana. Es wurde Strafanzeige wegen Besitzes von Betäubungsmitteln gestellt. Ein zweiter Mann – ein 18-jähriger Duisburger – wurde festgenommen. Bei seiner Personalienüberprüfung kam heraus, dass er wegen schweren Raubes per Haftbefehl gesucht wurde. Er wird am Samstag noch dem Haftrichter vorgeführt.

Zudem gab es zwei Anzeigen wegen Beleidigung von Polizeibeamten. Nach einer Überprüfung der Lage und einem Gespräch mit der Konzessions-Inhaberin entschieden die Ordnungsamtskräfte, laut Gaststättenrecht den Laden zu schließen.

Gegen 23 Uhr begann dann der Einsatz an der Kaiser-Wilhelm-Straße in Marxloh. Dies ist nicht zum einen ein bekannter Rockertreffpunkt, den die Polizei regelmäßig im Auge hat. Zum anderen hatte sich genau hier am Mittwoch auch der Disput zwischen zwei Männern abgespielt, die beinahe zu einer Massenschlägerei eskaliert wäre. Nur ein Großaufgebot der Polizei konnte damals die erhitzten Gemüter der verfeindeten Gruppen wieder abkühlen. Auch dort wurden mehrere Anzeigen ausgesprochen.

Polizei fand unter anderem ein 30 Zentimeter langes Messer

In der Marxloher Lokalität wurden am Freitagabend 27 Personen angetroffen, darunter auch der Konzessions-Inhaber. Unter der Ladentheke fanden die Polizisten laut Polizeisprecherin Daniela Krasch ein etwa 30 Zentimeter langes, beidseitig geschliffenes Messer – das ist ein Verstoß gegen das Waffengesetz. Auch hier entschied das Ordnungsamt, die Gaststätte zu schließen.

Ein Gast wurde festgenommen und zur Personalienfeststellung mit zur Wache genommen. Er hatte ein Handy bei sich, das als gestohlen gemeldet galt. Zudem gab es eine Ordnungswidrigkeitsanzeige gegen einen Mann, der ein verbotenes Messer bei sich trug. Die Ermittlungen dauern an. Der Einsatz endete laut Polizei am frühen Samstagmorgen gegen 1.30 Uhr.

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