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Polizei durchsuchte auch Duisburger Club der Hells Angels

14.08.2012 | 16:25 Uhr
Polizei durchsuchte auch Duisburger Club der Hells Angels
Bei der längerübergreifenden Razzia durchsuchte die Polizei auch das Clubheim der Hells Angels in Rumeln.Foto: Jakob Studnar

Duisburg/Potsdam.  Bei der länderübergreifenden Razzia hat die Polizei auch das Clubhaus der Hells Angels in Duisburg-Rumeln durchsucht. Ab 4 Uhr morgens hatten mehrere hundert Beamte Wohnungen und Vereinsheime von Mitgliedern und Sympathisanten rivalisierender Rockergruppen durchsucht. In Duisburg wurde niemand festgenommen.

Mehrere Festnahmen und umfangreiche Sicherstellungen von Beweismitteln sind die erste Bilanz eines Großeinsatzes, den die Polizei des Landes Brandenburg sowie die Polizeien von Sachsen, Berlin und Nordrhein-Westfalen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) am gestrigen Dienstag absolvierten. Auch das Clubhaus der Hells Angels am Borgschenweg in Rumeln wurde durchsucht.

Hintergrund des Einsatzes sind zwei Messerstechereien im Umfeld einer Diskothek in Königs Wusterhausen, südlich von Berlin,  im Dezember letzten Jahres, bei denen ein 26-jähriger Angehöriger eines Rockerclubs und ein unbeteiligter 16-Jähriger schwer verletzt wurden.

Ein Verdächtiger wurde im Februar im Rotlichtviertel festgenommen

Ermittlungen einer Sonderkommission der Kriminalpolizei führten bald zu der Erkenntnis, dass es sich bei den Übergriffen vermutlich um Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen rivalisierender Rockerbanden handelt. Eine Spur der Ermittler führte nach Duisburg. Hier wurde im Februar ein 29-jähriger Mann von 20 SEK-Beamten im Hinterhof eines Eroscenters an der Vulkanstraße festgenommen, der als Tatverdächtiger bei den Messerstechereien von Königs Wusterhausen gilt.

Der Mann, der zum Zeitpunkt der Verhaftung in Meiderich wohnte, kommt ursprünglich aus Brandenburg und bewegte sich „im Dunstkreis“ der Hells  Angels. Deshalb die Durchsuchung im Rumelner Gewerbegebiet gegenüber dem Toeppersee, wo die Hells Angels seit Jahresbeginn ein Bürogebäude zum Clubhaus umgebaut haben. Ab 4 Uhr morgens durchsuchten mehrere hundert Beamte Wohnungen und Vereinsheime von Mitgliedern und Sympathisanten rivalisierender Rockergruppierungen. Dabei wurden sechs Personen vorläufig festgenommen und vielfältige Beweismittel sichergestellt.


Kommentare
15.08.2012
10:18
Polizei durchsuchte auch Duisburger Club der Hells Angels
von Rheinhauser | #1

Da haben wir doch wieder mal eine Aufgabe für den Sören ;-)

Der SPD-Kollege vom Sören, der Herr Dressler, unser alter Planungsdezernent, hat sich doch für die Vergrößerung des Rotlichviertels eingesetzt! Und keiner hat mit den Rockern gerechnet? In der SPD sind wirklich nur noch Tagträumer unterwegs :-(

Ach ja, der Sören selbst kann natürlich nichts von den Rockern hier in Rheinhausen wissen, denn auch nach 6 Wochen im Amt war er noch nicht in Rheinhausen :-(
Einen schönen OB haben wir ja hier, alles wird sich ändern, alles neu?!
Neee, der Sauerland war ja schließlich auch nie in Rheinhausen!

@ Sören: zur Info, das Elendsquartier ist immer noch hier, das kannst du nicht aussitzen ;-) auch wenn du es willst!

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