Politische Mehrheit in Duisburg will für Loveparade nicht zahlen
12.02.2010 | 17:50 Uhr 2010-02-12T17:50:00+0100
Duisburg. Die Mehrheit im Stadtrat gegen eine städtische Finanzspritze für die Loveparade steht: SPD, FDP und die Linke sind dagegen. Ob im Sommer Techno-Fans nach Duisburg kommen, hängt jetzt davon ab, ob bis Samstag, 20. Februar, 8 Uhr, verbindliche Zusagen von Sponsoren oder Land vorliegen.
Die Mehrheit im Stadtrat gegen eine städtische Finanzspritze für die Loveparade steht: Nach FDP und SPD kündigte auch die Linke-Fraktion an, gegen eine Unterstützung des Musikspektakels aus Kassen der Stadt oder städtischer Unternehmen zu stimmen.
Ob im Sommer die erwartete Million Techno-Fans Grund zur Duisburg-Reise haben wird, hängt jetzt davon ab, ob bis Samstag, 20. Februar, 8 Uhr, verbindliche Zusagen von Sponsoren oder auch vom Land NRW vorliegen. Denn 39 der 75 Stimmen im Rat würden nach derzeitigem Stand einer städtischen Zahlung entgegen stehen. Immerhin geht es um mehr als 800 000 Euro. Skeptiker rechnen sogar mit deutlich mehr.
Zusätzliche Züge
Über 400 000 Euro müsste allein der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr in Rechnung stellen, weil für An-und Abreise der sogenannten Raver eine große Zahl zusätzlicher Züge angemietet werden müßte. Auf eine Zahlung verzichten kann der VRR nicht: „Diese Kosten sind schließlich da”, sagte Verbundsprecher Lars Wagner. Denn man müsse auf Fahrzeuge anderer Unternehmen zurückgreifen, etwa der Deutschen Bahn.
50 Prozent der Kosten für den Loveparade-Verkehr übernehme der VRR sowieso, nur für den Rest müsste die Stadt Duisburg wie zuvor auch schon die Loveparade-Städte Essen und Dortmund aufkommen. Es sei denn, so Wagner, dass Land NRW mache eine andere Lösung möglich.
Die Ratssondersitzung ist ungewöhnlich früh, aber nicht übermäßig teuer: Die Ratsmitglieder erhalten die üblichen 17 Euro Sitzungsgeld.

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