Politik will Revierpark Mattlerbusch helfen

Zusammen mit Parkleiter Hartmut Lange erörterten die SPD-Politiker Sarah Phillip, Ralf Jäger und Frank Börner (von links) die Situation im Mattlerbusch.
Zusammen mit Parkleiter Hartmut Lange erörterten die SPD-Politiker Sarah Phillip, Ralf Jäger und Frank Börner (von links) die Situation im Mattlerbusch.
Foto: Lars Heidrich
Was wir bereits wissen
Duisburger SPD-Landtagsabgeordnete: Niederrhein-Therme muss erhalten bleiben und die Attraktivität etwa mit einem Kinderbereich gesteigert werden.

Duisburg.. Die Duisburger SPD-Landtagsabgeordneten wollen ihr Möglichstes tun, um den Revierpark Mattlerbusch mit der Niederrhein-Therme zu erhalten. Zudem soll die Attraktivität der rund 42 Hektar großen Anlage (35 Hektar Grünflächen und sieben Hektar Wald) gesteigert werden. Das sagten gestern NRW-Innenminister Ralf Jäger und die SPD-Abgeordneten Sarah Philipp und Frank Börner bei einem Informationstreffen im Revierpark.

Allerdings gibt es, natürlich, da ein kleines Problem: Das liebe Geld. So schießen die beiden Träger des Revierparks – je zur Hälfte der Regionalverband Ruhrgebiet (RVR) sowie die Stadt Duisburg – jährlich zusammen 510 000 Euro zum Unterhalt dazu, davon stehen 300 000 Euro für Investitionen zur Verfügung.

Doch das reicht nicht, wie Ralf Jäger ausführte: „Die Zuschüsse decken die Defizite nicht ab.“ Bei der Finanzierung müsse aber noch mehr Spielraum geschaffen werden, fügte er hinzu: „Der Park hat eine besondere soziale Funktion und ist die grüne Lunge im Duisburger Norden. Es muss alles getan werden, um dies zu erhalten.“ Die Pflege solcher Revierparks sei auch „eine Kernaufgabe des Regionalverbandes“.

2014 kamen rund 320 000 Besucher in die Therme

Um künftig Kosten zu drücken, will der RVR die sieben Revierparks in eine Gesellschaft zusammenführen, wobei Mattlerbusch trotz des Defizits bei den Betriebskosten „nicht das Sorgenkind ist“, betonte Jäger. Dennoch müsse die Attraktivität durch höhere Investitionen gesteigert oder die Zuschüsse erhöht werden – oder beides zusammen.

Jedoch ist es nicht so einfach, Besucher in die Niederrhein-Therme mit dem 37 Jahre alten Wellenbad zu locken, wie Parkleiter Hartmut Lange ausführte. Denn: Die Konkurrenz sei groß und auch moderner. Lange: „Wir haben die Eröffnung des Oberhausener Aquaparks im Dezember 2009 massiv gespürt, seitdem haben wir 30 Prozent weniger Gäste.“ Dennoch habe der Park immer noch einen Kostendeckungsgrad von 85 Prozent, was ein hervorragender Wert sei. 2014 kamen rund 320 000 Besucher in die Therme.

Als Möglichkeiten, den Park und die Therme wieder interessanter zu machen, nannten die SPD-Politiker die Einrichtung eines Frauensaunaparks sowie die Erweiterung der Therme um einen Spiele- und Planschbereich für Kleinkinder.