Platanen in der Duisburger City werden ab Montag gefällt

Die Halteverbotsschilder und Parkverbotsschilderstehen schon. Ab Montag sollen die Platanen vor dem Duisburger Hauptbahnhof dann gefällt werden.
Die Halteverbotsschilder und Parkverbotsschilderstehen schon. Ab Montag sollen die Platanen vor dem Duisburger Hauptbahnhof dann gefällt werden.
Foto: Stephan Eickershoff
Trotz Bürgerprotest hält die Stadt Duisburg am Fällbeschluss der Mercatorstraßen-Platanen fest. Gegner sprechen von "überflüssiger Hau-Ruck-Aktion".

Duisburg.. Zunächst war es nur ein Gerücht: Aus gut unterrichteten Kreisen drang am Freitagnachmittag die Nachricht durch, dass es den Platanen auf der Mercatorstraße nun endgültig an den Kragen gehen soll. Die Fällung der 23 rund 80 Jahre alten Bäume solle Anfang kommender Woche beginnen, hieß es. Aus dem Rathaus war dazu am Freitag offiziell weder eine Bestätigung noch ein Dementi zu bekommen. „Wir haben immer gesagt, dass die Fällung kurzfristig bevorstehe“, so Stadtsprecher Peter Hilbrands sybillinisch. „Sobald der genaue Fahrplan für die Fällung fest steht, werden wir ihn kommunizieren.“

Aktion Samstagmorgen dann, 7.43 Uhr, bestätigte Stadtsprecherin Anja Kopka per Pressemitteilung das, was alle befürchtet haben: Die Platanen an der Mercatorstraße sollen schon in den nächsten Tagen gefällt werden. Die Halteverbotsschilder, die ab Montagmorgen, 7 Uhr gelten, wurden ebenfalls am Wochenende aufgestellt. Bereits am Montag sollen die "vorbereitenden Arbeiten für den Umbau der Mercatorstraße beginnen", heißt es dort. Sprich, die Platanen werden gefällt, um im Anschluss die Leitungen im Boden verlegen zu können. "Die Leitungsarbeiten laufen dem eigentlichen Straßenumbau vor. Dazu bestehen ab Montag, 7 Uhr, für die Dauer von mindestens einer Woche Halteverbote in der Mercatorstraße zwischen Königstraße und Friedrich-Wilhelm-Straße, einschließlich der Mittelinsel."

Die Stimmung bei der Bürgerinitiative und den Umweltschützern, die sich Freitagabend trafen, um weitere Aktionen im Zusammenhang mit dem Bürgerbegehren zum Erhalt der Bäume zu besprechen, trübte das die Frühlingsstimmung. „Sollte es so sein, kann ich nur sagen: Armes Duisburg“, kommentierte Kerstin Ciesla vom BUND. „Hier wird Bürgerbeteiligung mit Füßen getreten.“ Angesichts der breiten Unterstützung in der Bevölkerung täte sich die Stadt mit einer solchen, nach Ansichts Cieslas, „überflüssigen Hau-Ruck-Aktion“ keinen Gefallen. (mawo)