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Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte

22.03.2013 | 18:40 Uhr
Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte
So könnte der Bahnhofsplatz einmal aussehen, wenn es bei den aktuellen Plänen bleibt.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Lange war die Gestaltung der Bahnhofsplatte strittig, nun gibt es endlich einen Planentwurf. Unter anderem wird eine lange Sitzbank zwischen WAZ-Medienhaus und Empfangsgebäude gebaut und die Duisburg-Stühle werden wiederkommen. Die Kosten für die Umsetzung werden noch kalkuliert.

Die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes ist über Jahre auf die lange Bank geschoben worden, jetzt wird eine lange Bank zum Blickfang des prominenten Platzes: Zwischen Empfangsgebäude und WAZ-Medienhaus (frühere Post) soll sich die Sitzgelegenheit erstrecken, Sonne von mittags bis abends möglich. Das ist ein Ergebnis des gestern abgeschlossenen „Charrette“-Verfahrens .

Fünf Tage lang hatten Fachplaner, Studenten, Bürger, Politiker, Anlieger, Vertreter von Institutionen von Bahn bis Polizei die Fantasie spielen lassen und letztlich die Vorstellungen zu einem Planentwurf verdichtet.

Stahlstadt Duisburg

Wie sich in den Vortagen schon abzeichnete, wird es eine Vierteilung geben: im Süden Platz für Taxis und Kurzparker, vorm Bahnhofseingang ein großzügig gestalteter Bereich mit Anbindung an den noch wachzuküssenden „Boulevard“ Friedrich-Wilhelm-Straße und eventuell einer großen Stahlplatte im Boden als Symbol für die Stahlstadt Duisburg.

Die Platte über der A 59 wird rundum von Pflasterflächen gesäumt, in der Mitte aber eine gegossene Oberfläche, etwa aus gefärbtem Beton, erhalten. Gegliedert wird die Fläche durch Bänder aus Stahl, Rheinkieseln, Wasser – also immer mit Bezug auf Duisburg.

Außengastronomie am Platz

Zur Mercatorstraße im Norden der Fläche ist auf Wunsch vieler jugendlicher Mitplaner eine Treppe vorgesehen. Als weitere Sitzgelegenheiten kommen alte Bekannte zurück: die einzigartigen Duisburg-Stühle, wie sie früher vor der Mercatorhalle standen. Außengastronomie soll an beiden Längsseiten des Platzes möglich sein, die Freifläche aber Spielraum bieten für verschiedenste Nutzungen, auch für Veranstaltungen mit bis zu 7000 Teilnehmern.

Die Magnolien, die an die Todesopfer der Loveparade-Katastrophe erinnern, sollen nach Ansicht der Freizeit- und Profi-Planer auf der Platte bleiben , aber lockerer als bisher angeordnet. In ihrer Nähe sind Wasserspiele vorgesehen. Oberbürgermeister Sören Link hatte bei „Charrette“-Beginn darauf hingewiesen, dass die Bäumchen nicht gegen den Willen der Opfer-Angehörigen platziert werden.

Kosten werden durchkalkuliert

In den nächsten Wochen wird der Platz-Entwurf unter anderem auf die Kosten durchkalkuliert. Die Vertreter der Stadt bei der Planung sind zuversichtlich, dass die gestern vorgestellte Planung finanzierbar ist. Man habe, so Planungsamtsleiter Hendrik Trappmann, bewusst keine „Luxuselemente“ eingeplant. Seine Stellvertreterin Beatrice Kamper nannte für den 20.000 qm großen Platz die Summe von maximal 5,5 Mio Euro. Davon müsse die Stadt 20 % tragen.

Bis Juni muss ein Förderantrag bei der Bezirksregierung in Düsseldorf vorliegen. Zuvor bedarf die Planung der Zustimmung der Politik, das letzte Wort hat der Stadtrat.

Willi Mohrs



Kommentare
25.03.2013
11:42
Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte
von duisifan | #15

Hier hat aber auch nichts eine Chance. Alle die, die hier Kritik äußern, sei gesagt, sie hätten die Möglichkeit gehabt sich zu beteiligen - man hätte nur hin gehen müssen. Ich finde, unter diesen Umständen hat man eigenglich kein recht, hier auf die Kacke zu hauen.

1 Antwort
Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte
von HolPa | #15-1

Hauptsache, Sie waren da! Oder ist das Ihr Vorsclag?

25.03.2013
07:11
Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte
von leuwerick | #14

Von Planung bzw. Gestaltung kann man doch hier nicht reden. Das Bildchen hat nix mit ner proffesionellen Illustration geschweige denn Gestaltung zu tun.

Kosten sind nicht unbedingt ein Parameter für gute Gestaltung. Die Idee mit den Stühlen find ich gut.

Vielleicht kann man auch irgentwelche Wohncontainer zur sozialen Skuptur erklären und den Platz damit Struktur geben.

So sind unsere Duisburg liebende Freunde aus Bulgarien und Rumänien nicht so am Rande versteckt und machen Werbung für die schöne Stadt.

Und die Vermieter wären auch entlastet dadurch. Wird ja ne menge Kosten die Häuser wieder instand zu setzen.

1 Antwort
Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte
von HolPa | #14-1

absolut meine Meinung...Container hin, die Wirtschaftsbetriebe kommen ja da ehh schneller vorbei (wegen dem Abfall)...

24.03.2013
15:02
Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte
von Kravattenmuffel | #13

Ich gebe zu, meine Meinung ist sicher nicht ganz p.c.
Aber wenn man dieses Bild(chen) sieht, hat man den Eindruck, als wäre die 4c der Bismarckschule in der Malstunde in die Stadt gegangen. 1970 hat es nicht viel anders ausgesehen.Wenn mal allerdings nicht mehr anbietet, kann man auch nicht mit anderen Einchätzungen rechnen und die Frage ist berechtigt, ob dies des jahrelangen Wartens gerecht wird. Mal sehen, ob die "Außengastronomie" etwas mehr wird als die Bratwurstrikscha im Süden...

24.03.2013
13:09
Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte
von tom009 | #12

sollte nicht an der "bahnhofseite" der mercartorstr der bahnhofsplatte eine häuserzeile entstehen??????

WENN JA WIRD JETZT WIEDER GELD ZUM FENSTER RAUS GEWORFEN.

wenn dort gebaut werden sollte wird das ganze doch wieder umgeändert.

baut den gläsernen hut wieder auf.
den hat ja praktisch die spd der u-bahn geopfert.

24.03.2013
11:49
Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte
von HolPa | #11

Mein Vorschlag: Noch einen Supermarkt-Container hinstellen.
Da sich der Treffpunkt aus dem Kantpark unserer sozial-schwächer Gestellten ja bald dahin verlegen wird, haben diese Mitbürger dann auch nicht mehr so lange Wege!
In meinem nächsten Leben werde ich auch Städteplaner, spiele ja immer hin schon SimCity auf dem PC ;-)

24.03.2013
11:35
Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte
von Rumelner | #10

Immer nur vom Geld reden was nicht da ist ???
Ist doch egal wenns am ende nicht reicht werden einfach
die Steuern erhöht.Das können doch die Politclowns im
Rathaus besonders gut.

24.03.2013
11:17
Faule Früchte
von imwestenwazneues | #9

Eine lange Bank und Stühle. Geil. Es hat sich wirklich gelohnt, so lange zu beraten.

Haben da wirklich besagte Leute zusammengesessen oder waren es vielleicht doch einige angetrunkene Kleingärtner?

1 Antwort
Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte
von Shy_Eye | #9-1

Berechtigte Frage ^^

24.03.2013
10:30
Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte
von wimmel | #8

Und Rat bei den Planern von Stuttgart 21 einholen, die haben Erfahrung !!
Habe immer gedacht Duisburg ist pleite, aber die können noch 20% der zu erwartenden Kosten, von 7,5 Millionen, soviel wird es letztlich nach einschlägigen Erfahrung schon noch werden, aufbringen.
Toll :-))

23.03.2013
08:50
Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte
von HolPa | #7

Ich finde, wir sollten den Flughafen BER auf die Platte legen...vielleicht ergänzen sich ja Planungsfehler...

23.03.2013
08:39
Woher kommt jetzt plötzlich das Geld?
von WeissBlau | #6

Die bisherigen Entwürfe sind "gescheitert", weil die als Förderung in Aussicht gestellten 2.7 Mio€ nicht ausreichten, sondern (viel zu teure) 4.4 Mio€ veranschlagt wurden......
Jetzt omt nach einem für Berufstätige nicht erreichbaren Planspiel eine "unaufwendige" Gestaltung, die mit bis zu 5.5 Mio€ veranschlagt wird!?!?
Wenn das "sparen" ist, wundert es mich nicht, das Duisburg total pleite ist..

1 Antwort
Planung für Duisburger Bahnhofsplatte trägt langsam Früchte
von styme | #6-1

Und in die 5,5 Mio sind mit Sicherheit auch nicht die Kosten für die Umplanung und das Charrette-Verfahren eingerechnet. Sind doch mindestens weitere 500.000 EUR.
Wahrscheinlich war wirklich nur der Bau der beiden Büroriegel der Grund für die Verschiebung des Plattenbaus
Hoffentlich wird die neue Planung 2015 tatsächlich ohne Mehrkosten umgesetzt

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