Planer wollen nah am Wasser bauen lassen

Große Pläne haben Duisburgs Planer, und im Mittelpunkt stehen neue Wohnquartiere. Zwischen 3000 und 4000 Wohneinheiten könnten an der Hochfelder Rheinfront entstehen unter dem durchaus attraktiven Arbeitstitel „Rheinort“, für weitere gut 1500 Wohneinheiten wäre Platz in Wedau. Beide Vorhaben sind einzigartig, haben aber auch Gemeinsamkeiten.


Ob an der Regattabahn oder am Rhein, in beiden Fällen will Duisburg punkten mit der attraktiven Nähe zum Wasser. Zwei Flüsse und eine Vielzahl von Seen und anderen Gewässern zeichnen diese Stadt aus, doch Wohnen mit Blick auf die Wellen ist nur an wenigen Stellen möglich. Bisher jedenfalls.

Weitere Gemeinsamkeit der beiden derzeit spektakulärsten Wohnquartierplanung ist die Umnutzung großer Flächen. In Hochfeld hat die Industrie das Gelände durch Umzug der Drahtproduktion nach Ruhrort frei gemacht, in Wedau ist es die Bahn, die sich von nicht mehr benötigten Flächen trennt.

Diese Chancen für Neues zu nutzen, könnte der Stadt Duisburg einen Schub verleihen, den sie dringend brauchen kann. An attraktiven Wohnlagen besteht nämlich alles andere als ein Überangebot. Wenn es aber darum geht, junge Familien und auch Besserverdienende an die Stadt zu binden oder auf Duisburg aufmerksam zu machen, dann muss es auch ein etwas höherwertiges Wohnangebot geben.

Duisburg braucht mehr Platz für junge Bürger, braucht Wohnungen für Einwohner mit mehr als durchschnittlicher Kaufkraft, wenn kulturelle Angebote und auch der örtliche Einzelhandel gesichert werden sollen. Die Mischung aus günstigen und hochwertigen Lagen garantiert Vielfalt in der Stadt, und Vielfalt ist ein Element von Lebensqualität. Mögen den Plänen Taten folgen.