Das aktuelle Wetter Duisburg 11°C
Duisburg 2027

Planer-Tournee zu den Bürgern

16.01.2013 | 18:08 Uhr
Planer-Tournee zu den Bürgern
Neubauflächen wie auf dem Milchhofgelände müssen geplant sein.Foto: Hans Blossey

Duisburg. Wo wird künftig noch gebaut? Wo soll sich Gewerbe ansiedeln? Welche Grünflächen werden gesichert oder ausgebaut? All das regelt der neue Flächennutzungsplan, dessen erster Entwurf in den nächsten Monaten den Bürgern vorgestellt wird. Das Besondere dabei: Noch einmal soll möglichst breit diskutiert werden, Kritik und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht.

Rund 2000 Bürger waren in die Mercatorhalle gekommen, als 2010 das Projekt Duisburg 2027 offiziell gestartet wurde. Gut 700 waren beim Auftakt der Bürgerforen dabei, viele von ihnen haben danach anderthalb Jahre an der Planung der Duisburger Zukunft aktiv mitgearbeitet, einige tun’s immer noch.

Teilräumliche Strategiekonzepte

Aus dem Dialog zwischen Planern und Betroffenen ist nun ein Entwurf geworden, sogenannte Teilräumliche Strategiekonzepte, die Oberbürgermeister Sören Link und Planungsdezernent Carsten Tum am 28. Januar, 19 Uhr, im Berufskolleg Neudorf (Carstanjen-straße 10) vorstellen wollen. Damit nicht genug der öffentlichen Diskussion: Nach der Auftaktveranstaltung gehen die Planer samt Plänen auf eine Zehn-Tage-Tournee durch die sieben Stadtbezirke. Anschließend wird es von Ende Februar bis April, wiederum in allen Stadtbezirken, Workshops zu den Planungen geben. Teilnehmen kann jeder, erklärte Tum gestern, nicht nur die früheren Aktiven der Bürgerforen: „Jeder kann auch jetzt noch einsteigen.“

Auch bekundeten Tum und der Duisburg 2027-Projektleiter Arne Lorz gestern die Bereitschaft der Stadtplaner, mit den bisherigen Planungen zu Vereinen, Verbänden und unterschiedlichsten Institutionen zu kommen. Lorz: „Wir stehen zur Verfügung.“

Eine gesonderte Workshop-Reihe wird es für sogenannte Fachakteure geben, etwa Wohnungsunternehmen, IHK oder Umweltverbände.

"Es ist viel mehr als das"

Damit aber noch nicht genug der Mitsprachemöglichkeiten: Schriftliche Anregungen per Brief oder E-Mail, die mit Anschrift bis 17. Mai an die Stadtverwaltung gerichtet werden, sollen auch noch Eingang in die anschließende Formulierung der Teilräumlichen Strategiekonzepte finden, über die dann letztendlich der Rat der Stadt befinden muss. Das könnte nach den bisherigen Ablaufplanungen nach der Sommerpause sein.

Zwar sei ein Flächennutzungsplan das Ziel des derart öffentlich durchgeführten Verfahrens, sagte Tum, aber schon jetzt werde deutlich: „Es ist viel mehr als das.“ Und Lorz mit Blick auf die letzten Jahre des Dialogs: „Keiner kennt sich besser aus als der Mensch bei sich vor Ort.“

Willi Mohrs



Kommentare
16.01.2013
21:03
AxelDilettanti
von LRick | #2

@AxelKrause
Danke für diesen ungemein differenzierten und hilfreichen Beitrag! Sie haben damit den heutige Ehrenpreis für den dümmsten Kommentar gewonnen!
Gückwunsch!

1 Antwort
Gückwunsch???
von AxelKrause | #2-1

Immer wieder gerne.

16.01.2013
20:38
Avanti ...
von AxelKrause | #1

... Dilettanti.
Link und Tum zu Duisburg 2027.
Diskussionsunfähig. Visionslos. Überfordert.
Strange Crew mit Aussichten auf die nächsten Milliardenlöcher.

Aus dem Ressort
Kritik an Stadt Duisburg - Zeltstadt wie in einem Krisenland
Asylbewerber
Das Asyl-Auffanglager auf dem Ascheplatz der Sportfreunde 09 in Duisburg gilt bundesweit als Negativ-Beispiel dafür, wie unzureichend eine Stadt auf die Welle an Flüchtlingen aus Krisengebieten eingestellt ist. In 20 Zelten sollen 150 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Kritik an der Stadt wächst.
Schwerverletzter Junge nach Drachen-Unfall noch in Klinik
Drachen
Der Junge, der Dienstag beim Drachensteigen in den Walsumer Rheinauen verunglückt ist, liegt weiter mit sehr schweren Verletzungen im Krankenhaus. Derzeit sieht die Duisburger Polizei beim Vater kein strafrechtliches Verschulden. Ein Drachen-Experte spricht über das nicht ganz ungefährliche Hobby.
Duisburger „Clownsklasse“ tritt bei der Ruhrtriennale auf
Ruhrtriennale
Duisburg Grundschüler wirken in der Choreographie „Surrogate Cities Ruhr“ mit, die bei der Ruhrtriennale in der Kraftzentrale des Landschaftsparks aufgeführt wird. Sie arbeiten mit internationalen Stars. Neben der Klasse aus Duissern sind auch Schüler aus Dortmund und anderen Städten dabei.
Holi-Festival in Duisburg steht weiter auf der Kippe
Event
Das Farbspektakel Holi-Festival, das am ersten September-Wochenende im Duisburger Rheinpark steigen soll, steht weiterhin auf der Kippe. Bei der Stadt Duisburg sei bislang gar kein Bauantrag eingegangen. Deshalb gebe es derzeit auch gar nichts zu genehmigen, so eine Sprecherin der Stadt.
Duisburger Kantpark soll ab 2015 zum Erholungsraum werden
Planung
Ab 2015 will die Stadt den in die Jahre gekommenen Kantpark mit Bürgerbeteiligung umgestalten. Der Plan ist, einen unkomplizierten Erholungsraum für die gesamte Stadtbevölkerung zu erschaffen. Schon in der Vergangenheit hatte es einige Gestaltungsideen für das Areal gegeben.
Fotos und Videos
Stadtteilspaziergang
Bildgalerie
Oase der Ruhe
Rheinschwimmer auf der Durchreise
Video
Rheinschwimmer
Tanz-Performance in Duisburg
Bildgalerie
Ensemble „The Roof“