Planer: Fällung nötig für Bahnhofsplatz-Ausbau

Nicht nur die Fällung der Platanen sorgt für Bürger-Unmut. Auf Forderungen ganz anderer Art macht Hendrik Trappmann, Leiter des städtischen Amtes für Stadtentwicklung, aufmerksam, nämlich auf die, in denen es nach Jahren der Betonöde um einen ansehnlichen Platz vor dem Hauptbahnhof geht. „Es muss dort auch einmal voran gehen“, sagt er. Zumal Fristen gesetzt und Fördergelder gefährdet sind, wenn 2015 nicht mit dem Platzausbau begonnen wird. Es gehe um mindestens 6,5 Mio Euro, wahrscheinlich auch noch mehr. „Wir haben jetzt die Chance, einen zentralsten Stadteingang zu gestalten“, sagt der Planer. Dazu gehöre neben der Platzgestaltung aber auch die Platzeinfassung durch einen Neubau an der Mercatorstraße sowie deren Verlegung.

Die Platanen müssten jetzt Platz machen, weil das Fällen ohne Laub einfacher sei und keine nistenden Vögel zu Schaden kämen. Die Fällung sei die Voraussetzung für Leitungsverlegungen im Sommer, die wiederum für Straßenverlegung notwendig sei und damit für die Platzgestaltung (samt Ersatzpflanzung von bereits älteren Bäumen). An Interessenten für den geplanten Neubau sei kein Mangel, nur sei eine Vermarktung noch nicht sinnvoll wegen der anstehenden Bauarbeiten, für die Trappmann zwei bis zweieinhalb Jahre kalkuliert. Und: Der Verkauf des Grundstücks würde mehr als drei Mio Euro in die klamme Stadtkasse spülen.