Kommentar

Peinliche Bilanz

Die bisherige Bilanz der Duisburg-Card ist absolut ernüchternd für die DMG – offenbar so sehr, dass Geschäftsführer Gerste erst gar keine konkreten Nutzerzahlen nennt. Dreistellig, so seine vage Aussage, sind sie also bisher und nicht vier- oder gar fünfstellig, wie (zu) vollmundig angekündigt.

Um das angestrebte Ziel nun im zweiten Jahr nach Einführung der Karte zu erreichen, will Gerste den Vertrieb, die Vermarktung verbessern. Das ist dringend notwendig, wenn bei Partnern wie dem Zoo, die zwar eher übliche, aber doch größtenteils ordentliche Vergünstigungen anbieten, bisher noch kein einziger Tourist oder Duisburger die Karte vorgelegt hat.

Nur ein Vergleich: Wie in vielen anderen Städten gibt es ein nahezu identisches Angebot auch in Düsseldorf und dies bereits seit 2002. Die dortige Karte ist nach Angaben der Marketing & Tourismus GmbH bei aktuell fast 50 Vergünstigungen – mehr als doppelt so viele wie in Duisburg – im vergangenen Jahr 16 500 Mal verkauft worden. Die DMG hat mit ihrem Projekt also noch mächtig Luft nach oben.

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