Pegida-Veranstalter lehnt anderen Demo-Ort in Duisburg ab

Auch kommenden Montag wird Pegida-NRW wieder am Duisburger Hauptbahnhof demonstrieren. Die Polizei ist wieder mit mehreren Hundertschaften im Einsatz.
Auch kommenden Montag wird Pegida-NRW wieder am Duisburger Hauptbahnhof demonstrieren. Die Polizei ist wieder mit mehreren Hundertschaften im Einsatz.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Versuch, die Demonstrationen aus dem Umfeld des Hauptbahnhofs zu verlegen, ist gescheitert. Montag demonstrieren dort wieder drei Gruppierungen.

Duisburg..  Am Montag finden wieder die Pegida-Demonstration und zwei Gegen-Kundgebungen am Hauptbahnhof statt. Pegida hatte in Gesprächen mit der Polizei eine Verlagerung abgelehnt. „Der Anmelder der „Pegida“ ist auf verschiedene Vorschläge nicht eingegangen“, heißt es in einer Erklärung aus dem Duisburger Polizeipräsidium.

Nach den Demonstrationen der vergangenen Wochen hatten sich insbesondere Geschäftsleute rund um den Hauptbahnhof über die Sperrungen beklagt. Von sich aus an einen anderen Teil der Stadt verlegen durfte die Polizei die Kundgebung aber nicht, da die Versammlungsfreiheit rechtlich höher zu bewerten sei. Also ist ab 16 Uhr rund um den Duisburger Bahnhof mit Behinderungen, Straßensperren und Halteverboten zu rechnen.

Im Zuge der Veranstaltungen wird die Polizei die Zufahrten zur Innenstadt von der Saarstraße, Mercatorstraße, Friedrich-Wilhelm-Straße/Düsseldorfer Straße sperren.

Der NRW-Ableger der Pegida-Bewegung wird um 18 Uhr mit einer Versammlung am Fernbusbahnhof beginnen. Anschließend ziehen die Teilnehmer wieder über die Mercator-, Wittekind-, Fürsten-, Günther-, Hohe Straße, Friedrich-Wilhelm-Straße und den Bahnhofsvorplatz.

Versammlungsleiter Marco Carta-Probach hat bei der Polizei eine erwartete Teilnehmerzahl von 400 angegeben. Es ist aber damit zu rechnen, dass es weitaus weniger Protestler sein werden. Seit der ersten Duisburger Pegida-Demo sank die Zahl der Demo-Teilnehmer kontinuierlich .

Pegida läd Neonazis aus

Da Pegida nun insbesondere den Dortmunder Block, also Neonazis aus dem Osten des Ruhrgebiets ausgeladen hat , ist mit noch weniger Demonstranten zu rechnen. Hooligans hatten in den vergangenen Wochen wenigstens ein Drittel der Protestler ausgemacht.

Mit etwa 800 Teilnehmern rechnen das „Duisburger Netzwerk gegen Rechts“ und das Bündnis „Duisburg stellt sich quer“, die sich als Gegendemo ab 17.30 Uhr vor dem Hauptbahnhof auf dem Portsmouthplatz postieren. Vergangenen Montag hatten die Pegida-Gegner laut Polizeischätzung 300 Menschen mobilisieren können.

Die Fernreisebusse, die normalerweise direkr vom Hauptbahnhof abfahren, fahren weiter planmäßog, der Haltepunkt wird jedoch auf die Mercatorstraße (Nähe Gallenkampstraße) verlegt.

Die DVG rechnet während der drei Demonstrationen mit Verspätungen und kurzfristigen Umleitungen, wenn Straßen gesperrt werden. Davon betroffen wären dann die Linien 921, 923, 924, 926, 928, 929, 933, 934, 937, 939, 944, SB10, SB30, SB40 und SB42. Bei Straßensperren halten die Busse nicht an diesen Haltestellen:„Lehmbruck-Museum“(beide Fahrtrichtungen), „Tonhallenstraße“ (beide Fahrtrichtungen) und „Kremerstraße“ (in Fahrtrichtung Stadtmitte). Aktuelle Hinweise zu Verspätungen/Ausfällen veröffentlicht die DVG auch auf ihrer Webseite oder bei Facebook.

Ab 16 Uhr werden von der Stadt entlang der Zugstrecke Halteverbote eingerichtet, die bis zum Einsatzende der Polizei bestehen bleiben. Fahrzeuge, die nach 16 Uhr noch dort parken, werden abgeschleppt. Die Polizei richtet für Bürger am Montag in der Zeit von 8 bis 22 Uhr ein Servicetelefon ein. Die Telefonnummer lautet 0203/280-1065.