Pegida NRW will jetzt in Duisburg demonstrieren

Nach den Demonstrationen in Düsseldorf, Köln und Bonn, haben die Organisatoren der Pegida in NRW nun eine Demonstration in Duisburg angemeldet.
Nach den Demonstrationen in Düsseldorf, Köln und Bonn, haben die Organisatoren der Pegida in NRW nun eine Demonstration in Duisburg angemeldet.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Nach dem gescheiterten Versuch, in Köln zu demonstrieren, haben die Organisatoren der Pegida in NRW nun eine Demonstration in Duisburg angemeldet.

Duisburg.. Der nordrhein-westfälische Ableger der Pegida-Bewegung aus Dresden hat für Montag, 19. Januar, eine Demonstration in Duisburg angemeldet. Um 18.30 Uhr wollen sich die Islamgegner am Kuhtor treffen und zum "ersten Abendspaziergang in Duisburg" aufbrechen. Die Polizei bestätigte auf Nachfrage, dass eine Demonstration angemeldet wurde.

Auf Facebook betonen die Organisatoren, dass sie "jegliche Rechtsextremisten ausdrücklich" von der Demo in Duisburg ausladen würden. Pegida sei kein "Tummelplatz für Rassismus, Fremdenfeindlichkeit oder andere verwerfliche Überzeugungen".

Nachdem Anfang Januar eine Demonstration der Islamgegner in Köln am Widerstand der Gegendemonstranten gescheitert war, hatte sich die Pegida-Bewegung in NRW in zwei Lager geteilt.

Die Gruppe "Dügida", die bis Ende April jeden Montag in Düsseldorf demonstrieren will, wurde aus dem Pegida-NRW-Kreis ausgeschlossen, weil ihre Anführerin zu rechts ist. Die Düsseldorfer Demos werden von Melanie Dittmer angemeldet, die im Vorstand der rechtsextremen Splitterpartei „Pro NRW“ sitzt und mit relativierenden Äußerungen zum Holocaust („völlig unerheblich“) Entsetzen hervorgerufen hatte. In diesem Umfeld schienen sich andere, die lieber nationalkonservativ blinken und sich auf diffuse Islam-Ängste berufen wollen, nicht mehr wohl zu fühlen.