Pegida lädt Dortmunder Rechte aus

Das Organisationsteam von der Pegida-Aufmärsche in Duisburg hat die Mitglieder der Dortmunder Partei „Die Rechte“ zur nächsten Kundgebung am Montag, 9. Februar, in Duisburg ausgeladen. Offenbar sind die Dortmunder Neonazis den Pegidas zu braun, man wolle sich „nicht unterwandern“ lassen. Auf ihrer Facebookseite erklärten sie unmissverständlich, dass „Die Rechte“ aus Dortmund und ihr stellvertretender Landesvorsitzende Michael Brück bei den Demos in Duisburg „nicht willkommen“ sind. „Hiermit laden wir euch offiziell aus“, heißt es in dem Post weiter. Die Pegida-Organisatoren wollen nach eigener Aussage die Polizei um Hilfe bitten, um die Dortmunder Neonazis von ihrer Demo fernzuhalten.

Warum das nicht auch für die Neonazis aus anderen Regionen in Nordrhein-Westfalen gilt, die in den letzten drei Wochen immer an den Pegida-Kundgebungen teilgenommen haben, erklärte Pegida nicht. Die Polizei hat den Pegida-Hilferuf bislang nicht offiziell vernommen, erklärte Pressesprecher Joachim Wawrzeniewski auf Anfrage.

Derweil hat sich der neue Frontmann der islamkritischen Bewegung, Marco Carter Probach, von seiner Rocker-Vergangenheit distanziert. Im Internet kursieren Fotos, die ihn gemeinsam mit Bandido-Mitgliedern und im Fat-Mexican-Shirt zeigen. Er sei Mitglied in einem Unterstützer-Club der Bandidos gewesen, habe aber gemerkt, dass das nichts für ihn sei. Deshalb sei er vor anderthalb Jahren ausgetreten und habe seitdem mit dem Rockermilieu nichts mehr zu tun.