Pegida-Gegner wollen nicht jeden Montag auf die Straße

Der Theaterplatz war voll, als in der vergangenen Woche das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage zu einer zentralen „Pegida“-Gegendemo aufgerufen hatte. „Wir müssen uns nicht jede Woche beweisen, dass wir Duisburg sind“, betont Bündnis-Sprecherin Angelika Wagner.
Der Theaterplatz war voll, als in der vergangenen Woche das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage zu einer zentralen „Pegida“-Gegendemo aufgerufen hatte. „Wir müssen uns nicht jede Woche beweisen, dass wir Duisburg sind“, betont Bündnis-Sprecherin Angelika Wagner.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Statt jeden Montag zu demonstrieren, will das „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage“ in Duisburg eine Veranstaltungsreihe gegen Pegida auflegen.

Duisburg.. Wenn „Pegida“ heute Abend (Liveticker) demonstriert, wird es vor dem Theater ruhig bleiben. Das „Bündnis für Toleranz und Zivilcourage“ hat diesmal nicht zur Demonstration aufgerufen. „Wir glauben, dass Pegida seinen Zenit überschritten hat“, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Bischoff und einer der Bündnis-Mitstreiter.Kommentar

Superintendent Armin Schneider betont: „ Wir haben mit der Veranstaltung in der vergangenen Woche ein Zeichen gesetzt. Das wollen wir so stehen lassen. Wir sind Duisburg, 365 Tage im Jahr.“ Statt symbolisch zu Kundgebungen und Demos aufzurufen, will das Bündnis lieber eine Veranstaltungsreihe ins Leben rufen.

"Wir sind Duisburg. 365 Tage im Jahr"

Unter dem Motto „Wir sind Duisburg. 365 Tage im Jahr“ sollen Diskussionen, Begegnungen und Veranstaltungen gesammelt werden, bei denen etwa Kirchen,Vereine und Verbände zeigen, dass das Miteinander im Kleinen funktioniert. „Demonstrationen sind immer nur Symbole. Dadurch ändert sich nichts. Wir wollen tiefenwirksam arbeiten“, erklärt Angelika Wagner vom Deutschen Gewerkschaftsbund.

Neben bereits geplanten Veranstaltungen, die zu diesem Motto passen könnten, soll es auch einige extra organisierte Treffen geben. Am kommenden Montag will etwa Oberbürgermeister Sören Link die Integrationsverbände zu einem Gespräch ins Rathaus einladen. Die DGB-Jugend will Seminare anbieten, in denen die Auszubildenden lernen, wie sie richtig auf Stammtischparolen reagieren.

Die Gefahr, dass das Bündnis „Pegida“ und den anderen Gegendemonstranten die Straße überlässt, sehen Schneider und die anderen nicht. Auch um die republikweite Außenwirkung Duisburgs, etwa weil „Pegida“ mobilisiert, die Gegendemos aber nicht auf breiter Basis stattfinden, machen sie sich keine Sorgen. Stadtdechant Bernhard Lücking weiß: „Es wird ein mühsamer Weg.“