Parteitag der zerstrittenen Duisburger Piraten abgebrochen
25.06.2012 | 11:10 Uhr 2012-06-25T11:10:00+0200
Duisburg. Die zerstrittene Duisburger Piratenpartei trägt ihre Konflikte weiter öffentlich aus: Ex-Sprecher Andreas Winker kam erst gar nicht zum Parteitag und behauptet, bedroht worden zu sein. Sein Kontrahent Hans-Peter Weyer klagt an, mit erfundenem Kindesmissbrauch erpresst zu werden.
Parteitage der Duisburger Piraten sind oft etwas chaotisch. Dabei wünschen sich die Mitglieder Professionalität und effektive Arbeitsstrukturen. Am Samstag fasste die Partei im Grammatikoff zwar zunächst den Beschluss zur Gründung eines Kreisverbandes, der vielleicht zur Professionalisierung beitragen könnte, doch wegen parteiinterner Konflikte musste der Parteitag vorzeitig abgebrochen werden. Auch der Landesvorsitzende Michele Marsching und NRW-Vorstandsmitglied Alexander Reintzsch konnten die Situation nicht mehr retten.
Einig waren sich die Piraten zunächst, dass sie keine Wahlempfehlung für die OB-Stichwahl aussprechen werden. Doch bereits bei der Wahlkampf-Nachlese kochten Emotionen hoch. Frank Leiendecker , ehemaliger Funktionär, der bei seinem Rücktritt ähnlich wie Ex-Sprecher Andreas Winkler die Partei stark attackiert hatte, stand massiv in der Kritik. Winkler war erst gar nicht erschienen. Man habe ihn im Vorfeld des Parteitages bedroht, sagte er der NRZ.
Nächster Parteitag zur Personalie Hans-Peter Weyer
Auch die Gegner von Parteisprecher Hans-Peter Weyer hatten schon die Messer gewetzt, wollten ihn abwählen, nachdem auch sein letzter Stellvertreter, Gerd Ruebenstrunk, sein Amt niederlegt hatte – aus beruflichen Gründen. Doch das klappte nicht, weil die Weyer-Gegner im entscheidenden Moment keinen Widerspruch gegen die Vertagung einlegten. Nun soll die Personalie auf dem nächsten Parteitag geklärt werden. Zuvor hatten sich die Piraten mit knapper Mehrheit darauf geeinigt, einen Kreisverband zu gründen.
Die Fortführung der Versammlung mit Neuwahlen für vakante Ämter war aufgrund eines alten Zwists zwischen Weyer und dem Rheinhauser Ulrich Scharfenort unmöglich. Eine einstündige Unterbrechung schien vorerst die Lösung zu bringen, aber der Parteitag musste dennoch abgebrochen werden. Denn längst nicht alle Gräben waren beseitigt.
Weyer behauptet Erpressung
So behauptet Weyer im Piratenforum, er sei anonym zum Rücktritt aufgefordert worden. Käme er dem nicht nach, würde man beweisen, dass er sich sexuell an Kindern vergangen habe.
Einige Piraten bezweifeln die Echtheit seiner Behauptungen, andere wollen hingegen lieber politisch arbeiten, als sich zu streiten. Es wird nicht das letzte Kapitel des Stücks „Schmutzige Wäsche waschen“ bei den Duisburger Piraten sein.

16:44
Das, was ich da lese ist sicherlich kein Verhalten, das sich für Mitglieder der Piratenpartei gebührt. Ich persönlich würde der Partei gerne beitreten und dort auch mitarbeiten, aber solange dort solche Chaoten am Werk sind, habe ich da wenig Lust drauf... vielleicht finde ich ja in anderen Städten einen Platz.
10:37
@7
Jepp, vollkommen richtig!
Vielleicht sollte man die ganze Truppe mal zu nem Kurs anner VHS anmelden, der da heißt: politische Rhetorik und Verhantensweise im kommunalem Bereich, und "Trennung von Sachen und Personen"!
Ab dat hilft wohl auch nich!
19:33
als die Grünen - und da gehört einiges zu
15:29
Wie gut, daß ich diesem, zugegebenermaßen illustren Haufen, keine Stimme gegeben habe. Die Blase platzt und wird bald endgültig verpuffen. :Grins:
Gruß
Ps.: Und dabei müßte man durch die Linke vorgewarnt sein. Es war da mal ein Gysi, der, als er merkte, wie schwer es würde, sich in Berlin doch lieber aus der Verantwortung verpieselte.
15:05
Wie auch in anderen Städten sind die Piraten halt ein Sammelbecken verkrachter Existenzen, die woanders nicht untergekommen oder bereits wider rausgeworfen wurden. Gegen diese Übermacht helfen die vereinzelten durchaus intelligenten Mitglieder nicht viel. Die werfen schnell das Handtuch, denn ist schade um die Zeit, die man investiert. Die Piraten müssten sich erstmal gegen sich selber schützen.
12:49
Die anderen Parteien geben dort doch alle eine ähnliche Visitenkarte ab.
Schön dass die Piraten das wenigstens öffentlich machen.
#7 hat natürlich Recht, solche affigen Streitereien in anderen Parteien werden nicht so hoch gekocht, selbst wenn Pressevertreter die hautnah bei Sitzungen mitbekommen.
Hoffen wir, das genug Mitbürger begreifen, dass wir die Kontrolle über dieses Land verliert, falls nicht eine Partei die Transparenz durchsetzt, die DER Grund sind Piraten zu wählen.
12:44
Kein Wunder, bei einer Gruppe von Menschen, deren Lebensmittelpunkt ein virtuelles Bild
im Internet ist.
Jetzt aber ist Geld im Spiel. Posten und Mandate locken.
Da geht die ganz normale Keiferei los, wie wir es schon, seit ewig und drei Tagen, von
den bürgerlichen Parteien kennen.
12:19
Ich distanziere mich als Mitglied der Piratenpartei von solchen Machenschaften.Der Verfasser Herr Kühn sollte fairerwaise auch mal die Piraten ansprechen und auch zu Wort kommen lassen die ordentliche Kommunalpolitik machen möchten. DAvon gibt es nämlich auch Einige. Die hier erwähnten Herrschaften haben allesamt ein großes Problem damit wenn Bürger mit Verstand und Wissen sich beteiligen möchten.Sicherlich spielt hier auch das Pöstchen eine Rolle.
Es ist äusserts Schade das die Energien und die Potentiale die durchaus vorhanden sind, hier durch solche Leute verschleudert werden, ich hoffe das es den Piraten gelingt einen innerlichen Reinigungsprozess zu durchlaufen damit man endlich zum wessentlichen kommen kann. Ordentliche Kommunalpolitik machen!! Ahoi
12:15
Jedes Volk bekommt das, was es verdient...
12:12
wie konnte man nur diese trümmer partei wählen.
es war doch bekannt, wie dort mit händen und füssen und mit ellenbogen gearbeitet wird und der schlaueste ist der pc, bzw laptop.