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Paddeln im Stehen voll im Trend

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Die „Boot 2015“ in Düsseldorf ist die weltgrößte Wassersportmesse. Auch die 46. Auflage, die zwischen dem 17. und 25. Januar in die südliche Nachbarstadt lockt, ist ein Publikumsmagnet: Allein am Startwochenende wurden laut Veranstalter fast 80 000 Besucher gezählt. Bis Sonntag sollen Zehntausende folgen. Sie finden in den Messehallen unter den 1650 Ausstellern aus 60 Ländern auch zahlreiche Händler und Verbände aus Duisburg – etwa Ingo Bernards, den Inhaber des Fachgeschäfts Surf-Sport Rheinhausen.

„Unser Auftritt auf so einer Messe bringt zwar hohen Umsatz, er erzeugt aber auch enorme Kosten“, berichtet der 44-jährige Geschäftsinhaber beim Besuch der WAZ an seinem Stand in Halle 2. Für seine 45 Quadratmeter große Verkaufsfläche muss er für die neuntägige Ausstellung rund 10 000 Euro Gebühren bezahlen. „Aber es lohnt sich trotzdem. Wir haben hier während der Messe tausende Kundenkontakte“, so Bernard. Außerdem findet die Boot immer quasi vor seiner Haustür statt. „Da müssen wir schließlich auch Flagge zeigen. Die Konkurrenz schläft nicht.“

Sehr gefragt sind derzeit so genannte „Stand-up-Paddelboards“. Darauf paddeln Freizeitsportler im Stehen. „Dies ist eine noch recht junge Sportart“, erklärt Bernards. Voll im Trend liegen gerade jene Bretter, die sich aufblasen und nach Gebrauch wieder zusammenfalten lassen. Die Boards sind um die 3,50 Meter lang, wiegen um die 14 Kilogramm und es dauert sieben Minuten, um sie mit einer Pumpe aufzublähen. Ist das geschafft, sind die Bretter aber so knallhart, als seinen sie aus Hartplastik gefertigt.

Zwischen 600 und 1600 Euro kosten die Boards, für das ausziehbare Paddel werden zwischen 70 und 600 Euro fällig. Gibt es überhaupt noch den berühmten Messe-Rabatt? „Die Preise sind hier nicht mehr so unschlagbar günstig wie früher“, erklärt Bernard. Das Internet als ständige Vergleichsmöglichkeit für Angebote habe die Preise in den vergangenen Jahren purzeln lassen. „Dennoch ist unser Onlineshop längst zu einem wichtigen Standbein für uns geworden“, sagt der Firmeninhaber.

Das Ladenlokal von Surf-Sport Rheinhausen befindet sich auf der Friedrich-Ebert-Straße. Auf einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern – größtenteils unterirdisch gelegen – bietet es auch dort neben Neopren-Kleidung aller Art auch die Grundausstattung und Ausrüstungsgegenstände für Surfer und Kitesurfer.

Thomas Richter (Texte)und Stephan Eickershoff (Fotos)

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2015-01-21 00:10
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