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Opferverein Loveparade Selbsthilfe kritisiert Verzögerungstaktik von Axa Versicherung

06.07.2012 | 18:12 Uhr
Ein Blumenmeer am Gedenktag für die Opfer der Loveparade in Duisburg.

Duisburg.  Auch zwei Jahre nach der Loveparade-Katastrophe sind noch nicht alle Opfer entschädigt worden. Viele haben in der Zeit große finanzielle Einbußen erlitten, weil sie aus verschiedenen Gründen nicht arbeitsfähig waren. Der Loveparade-Selbsthilfe-Verein erhebt nun schwere Vorwürfe gegen Axa, die Versicherung des Loveparade-Veranstalters.

Knapp zwei Jahre nach dem Unglück bei der Duisburger Loveparade hat der Loveparade-Selbsthilfe-Verein schwere Vorwürfe gegen die Versicherung der Veranstaltung erhoben . Das Unternehmen fahre gegenüber den Betroffenen „eine Zermürbungstaktik“, sagte Vereinsvorstand Jürgen Hagemann heute bei der Vorstellung des Programmes zur 2. Gedenkfeier der Loveparade am 24. Juli.

Bei Opfern und ihren Angehörigen herrsche nach wie vor große Verbitterung darüber, dass die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen immer noch nicht abgeschlossen seien.

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Viele verletzte wie traumatisierte Besucher der Loveparade hätten durch diese Katastrophe zum Teil große finanzielle Einbußen deswegen erlitten, weil sie danach aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr in der Lage gewesen seien, einer regelmäßigen Arbeit nachzugehen.

Doch die Versicherung des Loveparade-Veranstalters (Axa ) blockiere Forderungen mit Hinweisen, erst das Ende von Ermittlungen bzw. das Ende des Gerichtsverfahrens abzuwarten. Zudem würden Antragsteller immer wieder mit Forderungen nach Attesten und Nachweisen überzogen, Papiere, die oft schon mehrfach eingereicht worden seien.

Die zentralen Akteure der Loveparade

Hier sei noch ein langer Weg bis zur Befriedung zu gehen.

 

Stefan Endell

Kommentare
07.07.2012
22:59
Opferverein Loveparade Selbsthilfe kritisiert Verzögerungstaktik von Axa Versicherung
von dschidschi5 | #11

Wie ich schon vermutete - Schuld sind immer "die Anderen"".
Das Unglück wäre vermeidbar gewesen, wenn sich die Besucher nicht gegen jede Vernunft...
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2 Antworten
So nicht!
von mightymouse | #11-1

Sie schreiben sich ein Quatsch zusammen und sollten sich schämen. Den Menschen wurde ein wortwörtlich unvergessliches Megaevent auf einem verabstaltungstauglichen mit fragwürdigen Marketingstrategien förmlich eingehämmert. Sie wurden in Sicherheit gewogen indem ein ihnen professionelles Veranstaltungsmanagement suggeriert wurde. Von 1,4 Mill. (!)erwarteten Besuchern war die Rede. Gar nicht auszudenken, wenn solche Menschenmassen tatsächlich gekommen wären.
Und tun Sie nicht so als würden Sie sich mit Ihrer ignoranten Ansicht von der Masse abheben. 1 Jahr nach der Katastrophe wurde tatsächlich propagiert, dass kaum ein Mensch Duisburg mit der Loveparade verbindet http://www.welt.de/regionales/duesseldorf/article13910825/Nur-vier-Prozent-verbinden-mit-Duisburg-Loveparade.html

Opferverein Loveparade Selbsthilfe kritisiert Verzögerungstaktik von Axa Versicherung
von mightymouse | #11-2

..."veranstaltungstauglichen Gelände".. sollte es heißen

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Opferverein Loveparade Selbsthilfe kritisiert Verzögerungstaktik von Axa Versicherung
Opferverein Loveparade Selbsthilfe kritisiert Verzögerungstaktik von Axa Versicherung
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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/opferverein-loveparade-selbsthilfe-kritisiert-verzoegerungstaktik-von-axa-versicherung-id6851115.html
2012-07-06 18:12
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