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Adolf Sauerland

Opfer-Anwälte - Sauerland-Abwahl in Duisburg klärt Schuldfrage nicht

14.02.2012 | 10:02 Uhr
Opfer-Anwälte - Sauerland-Abwahl in Duisburg klärt Schuldfrage nicht
Nach der Abwahl des Oberbürgermeisters Adolf Sauerland weisen die Anwälte der Loveparade-Opfer darauf hin, dass damit nicht festgestellt sei, wer neben der Stadt die Verantwortung trägt.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Die Duisburger haben ihren Oberbürgermeister Adolf Sauerland aus dem Amt gewählt. Damit ist aus Sicht der Düsseldorfer Anwaltskanzlei, die 86 Opfer der Loveparade vertritt, freilich noch nicht festgestellt, wer wirklich die Verantwortung für die Katastrophe trägt.

Einen Tag nach der erfolgreichen Abwahl von OB Sauerland meldet sich die Düsseldorfer Anwaltskanzlei zu Wort, die insgesamt 86 Opfer der Loveparade-Katastrophe vertritt. „Die politische Entscheidung zur Abwahl von Oberbürgermeister Sauerland darf nicht den Blick dafür verstellen, dass damit nicht festgestellt ist, wer neben der Stadt wirklich die Verantwortung für die Katastrophe trägt.

Endgültige Entschädigung

Es geht um die strafrechtliche Dimension, aber auch eklatantes Organisationsversagen“, teilen die Anwälte Gerhart Baum und Julius Reiter mit. „Aus unserer Sicht tragen alle Beteiligten Verantwortung: die Stadt, der Veranstalter und das Land Nordrhein-Westfalen.

100 Dinge zum Bürgerentscheid über OB Sauerland

In welchem Maße diese Verantwortung einzelne Personen und Organisationen trifft, muss so schnell wie möglich festgestellt werden“. Das würden die 86 von der Kanzlei vertretenen Betroffenen „nachdrücklich einfordern“. Daran geknüpft seien auch die Entscheidungen über die endgültige Entschädigung.

Wann die Duisburger Staatsanwaltschaft ihr Ermittlungsverfahren abschließt, ist noch unklar. Die Sonderkommission der Kölner Polizei hat ihre Ermittlungen abgeschlossen und die Akten an die Staatsanwälte übergeben.

Ingo Blazejewski

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Kommentare
14.02.2012
21:37
Opfer-Anwälte - Sauerland-Abwahl in Duisburg klärt Schuldfrage nicht
von eagle | #13

Wenn denn nicht der eine oder andere, egal wer, Druck ausübt, weil er es kann.

14.02.2012
16:50
Opfer-Anwälte - Sauerland-Abwahl in Duisburg klärt Schuldfrage nicht
von Harry.Hirsch | #12

Stimmt schon. Ohne Sauerland wäre das Thema LP schon lange nicht mehr "aktuell", zumindest nicht so präsent in den Medien. Durch seinen nicht Rücktritt hat er die Sache immer wieder in die Medien gebracht und es auch nie ausgelassen, den Opfern weh zu tun. Berwusst oder unbewusst kann ich nicht sagen. Auch das der Chefaufklärer vor allem mit dem Aktenvernichter aufgeklärt hat bleibt "meine Vermutung"! Das Thema LP wird zumindest in der lokalen Presse stark abnehmen, bis zum Prozess, zu dem es hoffentlich kommt.

Naja, und zu sagen, das AS noch im Amt bleiben wollte um während des Prozesses noch die Macht als OB zu haben halte ich nicht für abwegig.

Ich bin froh das er raus ist, das der Druck aus dem Rathaus ist und in einem Prozess alle die wahrheit sagen können, ohne Angst haben zu müssen.

14.02.2012
16:13
# albertus28
von taosnm | #11

Sie verwirren mich sehr. Eine primäre Forderung an den Ex-OB war die, endlich einmal aufzuklären, und exakt dieser Forderung ist er in keiner Weise gerecht geworden. Das heisst nun mit Sicherheit nicht, dass nicht mehr aufgeklärt werden wird, ganz im Gegenteil. Ich hoffe, dass nun, nach Vorlage des Expertengutachten aus England die Staatsanwaltschaft auch das Tempo verstärkt. Vor allen Dingen aber gibt es die berechtigte Hoffnung, dass die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die Wichtiges zu diesem Thema wissen, jetzt ohne Druck und Furcht vor dem OB unbefangen darüber sprechen werden, besonders diejenigen, gegen die ermittelt wird. Ausserdem habe ich das Gefühl, dass die ein oder andere Intevention des Ex-OB in die Planung, die er immer heftig abgestritten hat, publik wird.

Nun machen Sie sich mal keine Sorgen, albertus28, wir bleiben am Ball.

14.02.2012
15:58
Opfer-Anwälte - Sauerland-Abwahl in Duisburg klärt Schuldfrage nicht
von b.scheuert | #10

#9

Der von Ihnen unterstützte OB hat nix aufgeklärt, aber viel verschleiert. Und Sie wollen Aufklärung? Das paßt nicht. Das ist logische Folgerung, keine (böse) Unterstellung.

14.02.2012
15:22
Opfer-Anwälte - Sauerland-Abwahl in Duisburg klärt Schuldfrage nicht
von albertus28 | #9

zu # 7
Es würde mich schon interessieren,wie Sie zu dieser (bösen) Unterstellung kommen.

Ja,ich habe Sauerland unterstützt akzeptiere jetzt das Votum.Aber besonders deshalb,weil Sauerland weg ist, ist es mir ein Anliegen,dass das Thema LOPA präsent bleibt und restlos aufgearbeitet wird.

14.02.2012
15:11
Ruhig
von Erbeck1 | #8

# albertus 28 hat Recht - es wird leider Ruhe einkehren . Wenn ich an die großen Worte vom Innenminister Jäger da nur denke und es gibt noch weitere Beispiele . der tragische Tod vieler Menschen ist nur noch Geschichte - Basta !

14.02.2012
14:19
Opfer-Anwälte - Sauerland-Abwahl in Duisburg klärt Schuldfrage nicht
von b.scheuert | #7

Ja, der Anwalt, aber Sie doch nicht. Oder...?

14.02.2012
13:56
Opfer-Anwälte - Sauerland-Abwahl in Duisburg klärt Schuldfrage nicht
von albertus28 | #6

zu # 5
Nun gehe ich mal davon aus,dass Sie mich bewußt falsch verstehen....
solange Sauerland im Amt war,war auch das Thema LoPa tagtäglich präsent, mit eben einem "öffendlichen/medialen Ermittlungsdruck".
In wenigen Tagen wird sich dieses Thema in Duisburg erledigt haben und dieses befürchtet der Anwalt zu Recht.

14.02.2012
13:36
Opfer-Anwälte - Sauerland-Abwahl in Duisburg klärt Schuldfrage nicht
von b.scheuert | #5

@albertus28

Ja, wo kam denn dann der "öffentliche Ermittlungsdruck" jetzt her? Durch die Berichterstattung also nicht? Und das ausgerechnet Sie Aufklärung wollen ist der Treppenwitz des Jahrhunderts!

14.02.2012
13:09
Opfer-Anwälte - Abwahl klärt keine Schuldfrage
von albertus28 | #4

# 3
und weil die WAZ "drei mal am Tag" über die LoPa und -klar gegen Sauerland positioniert- schrieb,kam das Abwahl-Ergebnis so mit zustande,wie es eben ist.

Der Anwalt beklagt nicht die Ursache,sondern die Wirkung !!!!

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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