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Olympischer Trubel bei der Ruhr-Olympiade in Duisburg

11.06.2012 | 06:00 Uhr
Die BUDO-Sportgruppe des PSV Polizeisportverein trat in Duisburg-Wedau bei der Rurholympiade auf. Foto: Christoph Reichwein / WAZ FotoPool

Duisburg.   Auf der Plaza der Ruhrolympiade 2012 in Duisburg tummeln sich rund 7000 Sportler und zahlreiche Zuschauer. Sie testen Sportarten und genießen Bühnenshows.

Vergnügte Kinder, entspannte Eltern und viele kunterbunte Luftballons. Manch Jogger staunt nicht schlecht, als er während seiner gewohnten Tour durch den Duisburger Sportpark ganz unverhofft in freudiges Getümmel gerät. Was ist da los zwischen MSV-Arena und Bertasee? Eine große Bühne, Kletterburgen und Mitmachaktionen versprechen Spaß für Groß und Klein. Erst ein Rundgang auf der Spielwiese bringt des Rätsels Lösung: Wir befinden uns mitten auf der Plaza der „Ruhrolympiade“.

Nicht nur die rund 7000 Sportler verbringen hier ihre Wettkampfpausen, sondern vor allem Neugierige genießen das abwechslungsreiche Programm auf Bühne und Rasen. Während die Turner zur gleichen Zeit auf dem Barren schwitzen und die Schwimmer in den Becken ächzen, stärken sich Interessierte hier mit Kuchen oder nutzen die sportlichen Angebote zahlreicher Vereine und Initiativen.

Ruhr-Olympiade in Duisburg

Neben der Deutschen Sporthilfe, dem Landessportbund, dem Polizeisportverein und dem GSG Duisburg treffen wir auch den Deutschen Intercrosse-Verband, der seine junge Sportart vorstellt, an. „Intercrosse ist eine Variation des Lacrosse und in Deutschland leider noch immer ziemlich unbekannt. Wir sind hier, um die Menschen für unseren Sport zu begeistern“, erklärt der Vizepräsident des IVD, Christian Crämer. „Unser Ziel ist es, auch in Duisburg eine Mannschaft zu gründen und langfristig vielleicht sogar eine eigene Liga auf die Beine zu stellen“, fügt er hinzu.

Die 9-jährige Lara und die 10-jährige June brauchen ihr Publikum nicht mehr zu begeistern, das ist nämlich schon nach den ersten Tanzschritten der beiden hin und weg. Mit ihrer Tanzgruppe „Beat Explosion“ des Duisburger Top Dance-Studios rocken die zwei zu HipHop-Beats und holen beim Streetdance Contest prompt den ersten Preis. „Es hat total Spaß gemacht, hier zu tanzen, weil die Leute so laut geklatscht haben“, lacht June und zeigt stolz ihre Medaille. Um ihre Nervosität zwischen den Auftritten zu bekämpfen, hätten sie sich immer wieder auf der Hüpfburg ausgetobt oder die Radfahrer beim Rennen angefeuert.

Laras Mutter Nicole Fuhren erklärt, dass der Contest ausdrücklich kein Showact, sondern ein Wettbewerb neben den offiziellen Wettkämpfen war, um Streetdance näher ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. „Diese Form der Bewegung hat viel mit Akrobatik zu tun. Wir hoffen, dass Streetdance eines Tages olympisch wird“, sagt sie. Die diesjährige Ruhrolympiade gefalle ihr nicht zuletzt wegen der ausgezeichneten Organisation gut. „Die Stimmung ist toll, die gesamte Planung gelungen. Wenn es sonniger wäre und der EM-Start nicht in den Zeitraum der Ruhrolympiade fiele, wären bestimmt noch mehr Menschen hier.“

Den Ringern Pietro und Mohammed vom AKS Rheinhausen sind Wetter und Fußball heute egal. Sie haben in der Teamwertung einen Sieg für Duisburg eingefahren und warten nun auf die Medaillenzeremonie, die für alle Disziplinen täglich um 18 Uhr auf der Plaza-Bühne stattfindet. „Normalerweise ist Ringen ein Einzelsport, doch bei der Ruhrolympiade kämpfen wir für unser Team und unsere Stadt. Das ist ein tolles Gefühl“, erklären sie.

Miriam Lenkeit


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