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Obolon macht EM-Kader komplett

25.05.2012 | 19:17 Uhr
Obolon macht EM-Kader komplett
Die Gaststätte Finkenkrug hat passende Biere für jede EM-Paarung kaltgestellt. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   In der Duisburger Studentenkneipe Finkenkrug gibt es zur EM das passende Bier zu jedem Spiel. So können die Fans beim Public Viewing sich mit dem angemessenen Bier gleich auf das Land einstimmen.

Seit gestern Mittag ist der EM-Kader komplett: Mit dem Obolon steht im „Finkenkrug“ jetzt auch ein Bier aus der Ukraine kalt, und damit ist rein gerstensaft-mäßig in der Kultkneipe am Sternbuschweg in Neudorf jede denkbare Paarung der anstehenden Fußball-Europameisterschaft möglich.

Freitag, 8. Juni, 18 Uhr: Eröffnungsspiel Polen gegen Griechenland. Kongeniale Ergänzung: das Duell Tyskie Gronie gegen Mythos. Um 20.45 Uhr geht’s weiter mit Russland gegen Tschechien, gepaart mit einem Baltika No. 3 und einem Pilsener Urquell. Die erste EM-Runde schließt montags drauf mit den Paarungen Frankreich : England und Ukraine : Schweden oder im direkten Biervergleich: Kronenbourg 1664 : Meantime London und Obolon : Abro Brygg Mästarens Bästa Pilsener (übrigens gebraut in der Geburtsstadt von Astrid Lindgren).

Was natürlich auch geht in der absehbaren EM-Begeisterung: die vorrunden-gruppenweise Bestellung beim Kellner, beispielsweise„bitte einmal die Gruppe C“ beispielsweise. Erfreuen könnte der Finkenkrug in diesem Fall beispielsweise mit je einem San Miguel (Spanien), Peroni Nastro Azzurro (Italien), Karlovacko (Kroatien) und O’Hara’s (Irland). Auch alle Viertel-, Halb- und Finalpaarungen werden serviert.

Aber nicht nur das Bier zum Spiel bietet Finkenkrug-Wirt Roland Jahn an, sondern es finden sich auch noch Gerstensäfte für spezielle Spielsituationen auf der dicken Bierkarte: so lassen sich mit Dortmunder und Münchner Brauprodukten herrlich Jogi Löws geniale Aufstellungen kommentieren, ein „Gebetsbier“ aus Brandenburg empfiehlt sich zum Elfmeter-Schießen, das bayerische „Triumphator“ zum Sieg, ein „Badebier“ in der Drei-Liter-Flasche fürs Trainerbegießen nach dem Abpfiff des Finales, und das Pilgerbier für die Reise zum Ort „unseres“ Sieges. Nicht zu vergessen das schottische „Sink the Bismarck“ , das mit seinen 41 Prozent Alkohol das vorzeitige Ausscheiden der Lieblingsmannschaft etwas leichter machen dürfte.

Mehr als 273 Biere aus aller Welt

Mehr als 273 Biere sind aktuell im „Finkenkrug“ erhältlich, das Sortiment ist bei weitem nicht auf Europa beschränkt. Auch zur WM vor zwei Jahren war der Finkenkrug biermäßig schon auf Ballhöhe, und das bei 32 Mannschaften aus aller Welt. „Afrika ist kein Problem, Südamerika manchmal schwierig“, beschreibt Jahn die logistische Herausforderung.

Wirtschaftlich ist die Vielbiererei – auch außerhalb von Fußball-Hochzeiten – kein Risiko, sagt Jahn mit seiner 27-jährigen Berufserfahrung: „Es läuft alles.“ Ein Drittel des Bierabsatzes entfällt auf das heimische König-Pils, aber ein erheblicher Teil des Finkenkrug-Publikums sei beim Bier sehr weltoffen: „Die Studenten probieren alles.“ Sogar Kartoffel- und Spargelbier werde gekostet, auch Biere aus Jamaika und Thailand stehen nicht nur zur Zierde auf der Karte. Jahn: „Der Renner ist Grönland-Bier.“ Das wird mit Wasser aus der Arktis im baltischen Estland gebraut, sei aber momentan nicht im Angebot, weil die Brauer auf den Wassertanker aus dem Nordmeer warten – die Versorgung dürfte stark wetterabhängig sein. Auf Platz zwei in der Gunst der Freunde des exotischen Bieres steht übrigens ein Kokosnuss-Bräu.

Apropos Exotik: Wie wäre es mit einem Tusker aus Kenia? Dieses Bier ist benannt nach einem ortsansässigen Elefanten, der in den 20er Jahren den damaligen Brauereibesitzer zu Tode gebracht hat. Und wer immer noch tierischen Durst hat, kann auch zum gekühlten Tiger greifen, einem Gerstensaft aus dem quirligen Singapur. Kämpferisch daher kommt das Gurkha aus dem asiatischen Hochgebirgsstaat Nepal, „gebraut mit echtem Wasser aus dem Himalaya-Gebirge“, preist die Bierkarte. Zum Ausgleich: Lucky Beer aus China aus der Flasche in Form eines friedlichen Buddha.

Von Willi Mohrs

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